18.08.2022

Historische Einfriedung am Friedhof Königsbach wurde instandgesetzt

Mauerschäden vor der Sanierung
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Mauerschäden vor der Sanierung

Der Zahn der Zeit macht auch vor der roten Bruchsandsteinmauer auf dem Friedhof in Königsbach nicht halt - sie war in Folge des Alters an zwei Stellen eingestürzt.

Dieser Zustand wird bei historischen Mauern oft beobachtet. Meistens fehlt ein richtiges Fundament, die Mauer besteht nur aus seitlichen Sichtsteinen und ist innen hohl. Ebenso mangelt es meistens an der Verzahnung der Steine untereinander. Zusätzlich wurde damals aus Kostengründen möglichst sparsam mit den Binde- und Klebemitteln umgegangen.

Neben den Schäden an der Mauer bestand auch die Gefahr, dass die eingebauten Grabsteinplatten umkippen, deshalb musste eine davon vor der Sanierung abgesichert werden. Weiterhin fehlten Abdeckplatten oder sie waren defekt.

Abgestimmt mit dem Denkmalamt und in Zusammenarbeit mit einem auf dem Gebiet des Denkmalschutzes erfahrenen Steinmetz wurde ein Konzept für die Instandsetzung der Mauerabschnitte erarbeitet.

Nur die defekten Mauerabschnitte wurden abgebrochen, eingewachsene Sträucher und Bäume vorab entfernt. Unter der neuen Mauer wurde ein ausreichend tiefes Fundament ausgebildet. Danach wurde die Einfriedung mit den Bestandssteinen und mit den neu gelieferten Rotsandsteinen wieder aufgebaut. Die defekten sowie die fehlenden Abdeckplatten wurden ersetzt und die losen Grabsteinplatten wieder eingefügt. Bei der Sanierung ist auch auf die Wahl der neuen Baumaterialien zu achten - für historische Mauerwerke gibt es speziell entwickelte Produkte.

So steht sie wieder da, neu gemauert, gut erhalten für die nächsten Generationen!

 

Schäden vor der Sanierung
Schäden vor der Sanierung

Friedhofsmauer nach der Sanierung
Friedhofsmauer nach der Sanierung