10.03.2023

Energiedialog zu erneuerbaren Energien in Königsbach-Stein

Erneuerbare Energien
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Erneuerbare Energien

Ergebnis der Potentialanalyse vorgelegt / Ergebnis Bürgerinfoveranstaltung am 18.09.2023

26.09.2023 Großes Interesse an Informations- und Diskussionsveranstaltung zu erneuerbaren Energien am 18.09.2023


Gut 300 Bürgerinnen und Bürger aus Königsbach-Stein sind der Einladung der Gemeinde gefolgt und haben sich am vergangenen Montagabend in der Festhalle in Königsbach über erneuerbare Energien vor Ort informiert.
Die Halle war bis fast auf den letzten Platz gefüllt, als Bürgermeister Genthner die Gäste zum Infoabend begrüßte. Im Eröffnungsgespräch mit der Moderation vom Forum Energiedialog Baden-Württemberg (FED) erläuterte er, dass die Gemeinde ihren Beitrag zur Energiewende leisten will und die Flächen dafür jedoch selbst benennen und damit den Ausbau steuern möchte. Insbesondere weil der Regionalverband Nordschwarzwald derzeit nach geeigneten Flächen zur Nutzung von Wind- und Solarenergie (2%-Ziel der Landesregierung) sucht, sei dies wichtig. Die Potenzialanalyse biete dafür eine erste Bewertungsgrundlage, so Bürgermeister Genthner. Die Moderation stellte die Dreiteilung des Infoabends vor: 1. Ergebnisse der beauftragen Potenzialanalyse zu erneuerbaren Energien in Königsbach-Stein 2. Blick auf den ganzen Enzkreis und Beispielprojekte erneuerbarer Energien-Anlagen 3. Abschlussdiskussion.

Königsbach-Stein hat Potenziale bei Solar- und Windenergie
Dr. Beata Śliż-Szkliniarz und ihre Kollegin Isabelle Nischk vom beauftragten Büro Autensys GmbH erklärten wie sie Dachflächen und landwirtschaftliche Flächen in Königsbach-Stein auf Potenziale für erneuerbare Energien-Anlagen untersucht haben. Sie ziehen das Fazit, dass ein vielfaches Potenzial vorhanden sei. Das eröffne den Gestaltungsspielraum für die Gemeinde. Dach-Photovoltaikanlagen allein könnten den Strombedarf der Gemeinde zwar nicht decken, aber zusammen mit Windenergieanlagen und Freiflächen-PV-Anlagen in besonders geeigneten Gebieten gibt es ausreichend Möglichkeiten zur regenerativen Stromproduktion.
Luca Bonifer vom Dialogforum Energiewende und Naturschutz (NABU und BUND) ergänzte die Bewertung von Wind- und Freiflächenphotovoltaikanlagen um eine Bewertung aus naturschutzfachlicher Sicht. In Ihrem Vortag legte Sie da, dass sich Naturschutz und Energiewende nicht ausschließen.
Bereits in der ersten Fragerunde zeigte sich das große Interesse der Anwesenden am Thema des Abends. Die Beteiligten stellten unter anderem klar, dass der Gemeinderat die vorliegende Potenzialanalyse im vorgestellten Umfang beauftragt hat. Es sollte keine Risiko-/Nutzenanalyse erstellt werden und die Bewertung von Geothermie-Potenzialen war ebenfalls im Vorhinein ausgeschlossen worden.

Der Enzkreis will bis 2040 klimaneutral sein
Zu Beginn des zweiten Teils betonte Dr. Hilde Neidhardt, die erste Landesbeamtin des Enzkreises, nochmals den Handlungsdruck, der auch durch die neuen, gesetzlichen Anforderungen bei der Umsetzung der Energiewende bestehe.
Felicia Wurster von der Klimaschutz- und Energieagentur Enzkreis Pforzheim (keep) gGmbH zeigte die geplante Reduktion der Treibhausgasemissionen entlang des Absenkpfades auf. So wolle der Enzkreis die Klimaneutralität bis zum Jahr 2040 erreichen.


Erfahrungsberichte zum Solarpark Wiernsheim und Windpark Straubenhardt
Passend zu den ermittelten Potenzialen der Analyse wurden am Infoabend zwei Beispielprojekte aus dem Enzkreis vorgestellt. Es begann Frank Bäuerle, Gemeinderat und Landwirt aus Wiernsheim. Er stellten den Solarpark Ortental vor, welcher sich unmittelbar in seiner Nachbarschaft befindet. Die neun Hektar große Freiflächenphotovoltaikanlage (10,1 Megawatt-Peak Gesamtleistung) sieht er eher kritisch, weil Flächen für die Produktion von Lebensmitteln verloren gehen. Er führte den deutlich geringeren Flächenverbrauch von Windrädern an.
Über Erfahrungen mit dem Windpark Straubenhardt berichten Angela Gewiese, Gemeinderätin in Straubenhardt, und Jürgen Falkenberg von der Initiative „Gegenwind Straubenhardt“. Im Wald stehen dort elf Windenergieanlagen mit einer Gesamthöhe von jeweils 199 Metern (33 Megawatt Gesamtleistung des Windparks) zum Teil auf kommunalem Eigentum. Falkenberg kritisiert die Anlagen und kommt zu dem Schluss, dass der Windpark nicht wirtschaftlich sei. Ein Faktencheck des Forum Energiedialog, von dem eine vorab-Version als Video gezeigt wurde, kommt zu einem differenzierteren Ergebnis. Gemeinderätin Gewiese befürwortet den Windpark in ihrer Gemeinde. Sie hob die ökologischen und ökonomischen Vorteile hervor und rief die Mitglieder des Gemeinderats in Königsbach-Stein auf für den Ausbau erneuerbarer Energien aktiv zu werden.


Gemischte Stimmung bei Abschlussdiskussion
Im Anschluss an die Vorträge hatten die anwesenden Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit Fragen zu stellen und Stellungnahmen abzugeben. Davon machten sie rege Gebrauch. Grundsätzliche Ablehnung gegenüber Freiflächen- oder Windenergieanlagen wurde ebenso artikuliert wie Zustimmung zur grundsätzlichen Notwendigkeit der Energiewende. So übergaben lokale Landwirte dem Bürgermeister einen Brief, in dem sie sich gegen die Nutzung von Ackerflächen zur Energienutzung aussprechen. Viele Fragen gab es zu Rückbau- und Recycling von Windenergieanlagen. Um 22 Uhr beendete die Moderation, nach einer Stunde Verlängerung, die Veranstaltung. Bürgermeister Genthner verwies in seinem Schlusswort auf den frühen Planungsstand, in dem sich die Gemeinde aktuell befinde und wies auf weitere Dialogformate hin.

Die Präsentationsfolien der Veranstaltung sind hier am Ende der Seite unter "Dokumente" veröffentlicht.


Sie haben Fragen oder Anregungen?
Sarah Albiez, Forum Energiedialog
s.albiez@energiedialog-bw.de | Tel: 0151 10674803
oder
Thomas Brandl, Bauamtsleiter
brandl@koenigsbach-stein.de | Tel.: 07232 3008 130
sind für Sie ansprechbar.

 

14.09.2023 Einladung zur Informations- und Diskussionsveranstaltung zu erneuerbaren Energien in Königsbach-Stein am 18. September, 19 bis 21:00 Uhr in der Festhalle in Königsbach (Ankerstraße 11)

Wann?
18. September, 19 bis 21:00 Uhr in der Festhalle in Königsbach (Ankerstraße 11)

Wer?
Eingeladen sind ausschließlich Einwohnerinnen und Einwohner von Königsbach-Stein

Was?
Vorstellung der Potenzialanalyse und Diskussion der Ergebnisse
| Ausgangslage und Handlungsmöglichkeiten der Gemeinde im Zuge der aktuellen Regionalplanung
| Potenzialanalyse zu erneuerbaren Energien in Königsbach-Stein, Präsentation des beauftragten Planungsbüros Autensys GmbH
| Energiewende und Naturschutz, Vortrag des Dialogforum von NABU und BUND zu Wind- und Solarenergie
| Erneuerbare-Energien-Projekte im Landkreis: Erfahrungsberichte zum Solarpark in Wiernsheim und Windpark in Straubenhardt
| Diskussion der Ergebnisse: Wohin soll der Weg in Königsbach-Stein gehen?

Es wird die Möglichkeit geben Fragen zu stellen und sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung wird vom Forum Energiedialog Baden-Württemberg moderiert.

 

15.08.2023 Welche Potenziale für erneuerbarer Energien es wo in Königsbach-Stein gibt, wurde am 25. Juli im Gemeinderat vorgestellt. Vor allem die Nutzung von Solar- und Windenergie bietet sich in der Gemeinde an.
Einladung zur Informations- und Diskussionsveranstaltung am 18.09.2023 | 19 Uhr

In Form von Karten zeigte die Projektleiterin Dr. Śliż-Szkliniarz vom beauftragten Büro Autensys GmbH wo in der Gemeinde Erneuerbare-Energien-Anlagen aufgestellt werden könnten. 

Die Ergebnisse der Potenzialanalyse:
Energie pro Fläche
Würden auf 2,7 Prozent der Fläche von Königsbach-Stein Freiflächen-Photovoltaikanalagen (Solarpark) stehen, könnte genug Strom erzeugt werden, um den Bedarf der ganzen Gemeinde zu decken. Der Stromverbrauch wurde mit 88 Gigawattstunden pro Jahr angesetzt. Den Flächenverbrauch für Windenergieanlangen, die den Stromverbrauch der Gemeinde decken könnten, gibt die Analyse mit 0,03 Prozent an. Der Flächenverbrauch bei Windenergieanlangen im Wald wäre größer (ca. 0,12 %).
Zum Vergleich:
Um die gleiche Menge an Strom etwa mit Biomasse zu erzeugen, würde zweimal die Fläche von Königsbach-Stein benötigt werden.

„Die Analyse zeigt uns, dasswir rechnerischer autark in der Stromerzeugung sein können!“
Bürgermeister Genthner, 25. Juli 2023 im Gemeinderat

Solarenergie in Königsbach-Stein
Auf alle geeigneten Dächer in der Gemeinde Photovoltaikanlagen zu installieren, würde nicht ausreichen, um den gesamten Strombedarf zu decken. Photovoltaikanlagenauf Freiflächen (Wiesen, Äcker) hingegen würden mehr als 100 Prozent des Bedarfs decken. An sogenannten Seitenrandstreifen neben Bahnlinien wären insgesamt 117 Hektar (bedingt) geeignet für Freiflächenphotovoltaik.

Windenergie in Königsbach-Stein
Die Potenzialanalyse macht mehrere geeignete Flächen für moderne Windenergieanlagen in Königsbach-Stein
aus. Zum großen Teil sind diese Flächen deckungsgleich mit den Suchräumen, die der Regionalverband Nordschwarzwald
(RVNS) identifiziert hat. Der RVNS muss derzeit für den Enzkreis, das Oberzentrum Pforzheim und die Kreise Calw und Freudenstadt nach Potenzialgebieten für Windenergieanlagen suchen. Das gesetzlich vorgegebene Ziel ist 1,8 Prozent der Regionsfläche für Windenergie auszuweisen. Diese Suchräume werden aktuell vom RVNS mit einer strategischen Umweltprüfung untersucht.

Einladung zur Informations- und Diskussionsveranstaltung am 18.09.2023 | 19 Uhr
Erneuerbare Energien in Königsbach-Stein – wohin soll der Weg gehen?
Vorstellung der Potenzialanalyse und Diskussion der Ergebnisse am 18. September ab 19 Uhr in der Festhalle
in Königsbach. Es wird die Möglichkeit geben Fragen zu stellen und sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen.
Nähere Informationen folgen.


Sie haben Fragen oder Anregungen?
Sarah Albiez, Forum Energiedialog
s.albiez@energiedialog-bw.de | Tel: 0151 10674803
oder
Thomas Brandl, Bauamtsleiter
brandl@koenigsbach-stein.de | Tel.: 07232 3008 130
sind für Sie ansprechbar.




25.07.2023 Aktualisierte CO2-Bilanz und Potentialanalyse zu erneuerbaren Energien werden im Gemeinderat vorgestellt

Mit großem Interesse verfolgten die Zuhörer/innen aus der Bürgerschaft und die Damen und Herren des Gemeinderats die Vorstellung der aktualisierten CO2-Bilanz und der Potentialanalyse in der Gemeinderatssitzung vom 25.07.2023.

Die vorhandenen Restriktionen und die daraus resultierenden Flächenpotentiale für erneuerbare Energien wurden veranschaulicht. Zahlreiche Fragen aus der Mitte des Gemeinderats konnten beantwortet werden.

Der Gemeinderat hat dann beschlossen, dass am 18.09.2023 eine Bürgerinfoveranstaltung zur Potentialanalyse stattfinden soll.

Die erneuerte CO2-Bilanz, die Potentialanalyse und die einhergehende Präsentation aus der og. Gemeinderatssitzung finden Sie am Ende dieses Textes unter "Dokumente".

03.05.2023 Exkursion zu Solar- und Windpark am 06.05.2023 findet nicht statt

Die Exkursion zu Erneuerbaren-Energien-Anlagen am kommenden Samstag wird aufgrund nur weniger Anmeldungen leider abgesagt.
Der Energiedialog in Königsbach-Stein wird auf jeden Fall fortgesetzt. Das Büro AutenSys erarbeitet aktuell eine Potenzialanalyse zu Erneuerbaren Energien in Königsbach-Stein. Ob die Gemeinde Königsbach-Stein tatsächlich erneuerbare Energien-Anlagen auf eigener Gemarkung realisiert, wird im Energiedialog erörtert und im Gemeinderat entschieden. Sobald die Ergebnisse der beauftragten Potenzialanalyse zu erneuerbaren Energien in Königsbach-Stein vorliegen, wird es weitere öffentliche Informations- und Dialogangebote geben. Hierzu werden wir im Amtsblatt und auf unserer Internetseite rechtzeitig informieren. Bei Anregungen und Hinweise zum Energiedialog wenden Sie sich bitte jederzeit an
Sarah Albiez, Forum Energiedialog
s.albiez@energiedialog-bw.de | Tel: 0151 10674803
oder Thomas Brandl, Bauamtsleiter
brandl@koenigsbach-stein.de | Tel.: 07232 3008 130

 

 

19.04.2023 Exkursion am 6. Mai 2023

Die Potenzialanalyse zu erneuerbaren Energien in Königsbach-Stein untersucht verschiedene Formen der Energieerzeugung. Die Gemeinde Königsbach-Stein bietet dazu eine Exkursion zu verschiedenen
Erneuerbare-Energien-Anlagen am Samstag den 6. Mai 2023 an.

Die Potenzialanalyse
Die Potenziale für die Erzeugung erneuerbarer Energien in Königsbach-Stein wird von einem externen Fachbüro durchgeführt. Sie ist Anfang dieses Jahres gestartet und die Analysephase soll bis Mitte des Jahres andauern. Anschließend werden die Ergebnisse im Gemeinderat vorgestellt. Die Ergebnisse sollen zum Beispiel in Form von Karten und Potenzial- sowie Tabuflächen aufbereitet werden. Im Energiedialog können sachliche Anregungen an das Fachbüro weitergegeben werden.

Energiedialog Baden-Württemberg
Energie aus Wind, Sonne und Biomasse
Es werden verschiedene Energieträger und Anlagentypen untersucht. Neben Windenergieanlagen und Klein-Windenergieanlagen werden auch Potenziale zur Nutzung von Photovoltaik in Königsbach-Stein untersucht. Dabei werden sowohl Freiflächen als auch Dachflächen analysiert. Außerdem werden auch die Potenziale für Energie aus Biomasse betrachtet.

Exkursion am 06. Mai 2023 mit dem Forum Energiedialog
Um die verschieden Anlagentypen zu erleben und sich selbst einen Eindruck davon zu machen, bietet
die Gemeinde eine Ausfahrt an. Sie wird dabei vom Forum Energiedialog unterstützt.
Neben der Besichtigung einer Freiflächenphotovoltaikanlage (Solarpark) und eines Windparks können
die Teilnehmenden mit lokalen Akteuren ins Gespräch kommen.
Es wird eine fachliche Begleitung geben durch die Klimaschutz- und Energieagentur Enzkreis Pforzheim
(keep) und durch das Büro Autensys, welches die Potenzialanalyse in Königsbach-Stein durchführt.

| Treffpunkt um 8:45 Uhr an der Bushaltestelle bei Möbel Völkle (OT Königsbach, Steiner Str. 70) – Rückkehr gegen 14:00 Uhr
| Gemeinsame Reise im Bus und geführte Besichtigungen von:
• Solarpark Wiernsheim mit 17.884 Solarmodulen (Fläche: 9 Hektar, Gesamtnennleistung:
10,01 Megawatt Peak)
• Windpark Straubenhardt mit elf Windenergieanlagen im Wald (Gesamthöhe einer Anlage:
199 Meter, Gesamtnennleistung: 33 Megawatt)

| Anmeldung erforderlich:
Bitte melden Sie sich an: Per Mail an koenigsbach-stein@energiedialog-bw.de oder Telefon 07232 3008 130
| Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtig.

Bitte denken Sie an wetterfeste Kleidung und Verpflegung für den Tag.

Sie haben Fragen oder Anregungen?
Sarah Albiez, Forum Energiedialog
s.albiez@energiedialog-bw.de | Tel: 0151 10674803
oder Thomas Brandl, Bauamtsleiter
brandl@koenigsbach-stein.de | Tel.: 07232 3008 130
sind für Sie ansprechbar




14.03.2023 Energiedialog zu erneuerbaren Energien in Königsbach-Stein

Der Gemeinderat, Bürgermeister und die Gemeindeverwaltung, wollen den Weg zu einer klimafreundlichen Energieerzeugung in Königsbach-Stein gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gehen. Sie starten den Energiedialog zu erneuerbaren Energien im Ort.Energiedialog Baden-Württemberg
Potenzialanalyse für unsere Gemeinde
Der Gemeinderat hat die Verwaltung beauftragt eine Potenzialanalyse zu erneuerbaren Energien in Königsbach-Stein durchzuführen. Diese Potenzialanalyse läuft bereits. Im Sommer sollen die Ergebnisse vorliegen. Über die Ergebnisse und was daraus folgt wird die Bürgerschaft informiert und sie erhält die Möglichkeit ihre Meinung einzubringen.
Anfragen von Firmen/Investoren zeigen bereits, dass es in Königsbach-Stein zur Nutzung von Windenergie geeignete Flächen gibt. Sollte die Potenzialanalyse dies bestätigen, wird im Rahmen des Energiedialoges geklärt, ob und wo Windenergie auf unserer Gemarkung entwickelt werden soll.

Energiewende in Baden-Württemberg: Rolle der Kommunen
Mit der Energiewende wird die Stromversorgung immer dezentraler. Es gibt keine großen Einzelkraftwerke mehr, die alleine eine ganze Region mit Strom versorgen können. Den Kommunen kommt daher eine wichtige Rolle zu. Erneuerbare-Energien-Anlagen stehen vor allem im ländlichen Raum, wo die Energie etwa aus Sonne, Wind und Biomasse direkt vor Ort in grünen Strom umgewandelt wird.
So gibt es bei unseren Nachbarn etwa nicht nur den Solarpark in Remchingen sondern in Neulingen und Kämpfelbach auch konkrete Planungen für Windparks.
Um die Energiewende erfolgreich umzusetzen, müssen wir gemeinschaftlich handeln.

Begleitung durch das Forum Energiedialog
Für den Energiedialog in Königsbach-Stein hat die Gemeinde zur Unterstützung das Forum Energiedialog Baden-Württemberg hinzugeholt. Im Rahmen des Energiedialogs sind verschiedene Informations- und Dialogangebote geplant:

• Exkursion zu verschiedenen Erneuerbaren-Energien-Anlagen am 6. Mai 2023
• Gemeinderats-Klausur zur Potenzialanalyse
• Öffentliche Informationsveranstaltung im Herbst

Über den Energiedialog wird regelmäßig im Amtsblatt und auf unserer Homepage informiert. Nähere Details zur Exkursion am
6. Mai folgen zeitnah im Mitteilungsblatt und online.

Das Forum Energiedialog Baden-Württemberg ist ein Landesprogramm des Umweltministeriums, das Kommunen im Zusammenhang mit Anlagen der erneuerbaren Energien begleitet (www.energiedialog-bw.de). In Königsbach-Stein unterstützt es die Kommune mit der Begleitung und Moderation des Dialogs zu erneuerbaren Energien vor Ort.

Sie haben Fragen oder Anregungen?:
Sarah Albiez, Forum Energiedialog
s.albiez@energiedialog-bw.de | Tel: 0151 10674803
oder Thomas Brandl, Bauamtsleiter
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sind für Sie ansprechbar

 

29.11.2022 Gemeinderat beschäftigt sich in öffentlicher Sitzung mit einem "Konzept erneuerbare Energien"

1. Bisherige Nutzung erneuerbarer Energien bei der Gemeinde

1.1 Photovoltaik/Solarthermie etc.
Kita Krebsbachwiesen: PV-Anlage (Nennleistung 24 kwp)
JSS Turnhalle: Solarthermie für Warmwasser
Containeranlage Bruhrain: BHKW-Nebenprodukt: Strom zur Eigennutzung (Nennleistung 5,6 kwp)
PV-Anlage auf dem Bauteil A der Heynlinschule (im Eigentum des Eigenbetriebs Wasserversorgung) (Nennleistung 23,1 kwp)
Turbine zur Stromerzeugung in der Fallleitung des Königsbacher Wasserhochbehälters (Nennleistung 16 kwp)
Über den Abwasserverband Kämpfelbachtal
BHKW faulgasgespeist (Nennleistung 126 kwp)
PV-Anlage (Nennleistung 98,8 kwp)

1.2 Geplante PV-Anlagen mit Stromeigennutzung
Heinestr. 14 (2023)
Warme Quelle (2023)
Heynlinturnhalle (2024)
Über den Schulverband Bildungszentrum westlicher Enzkreis
PV-Anlage auf dem Erweiterungsbau (2024/25)

Aufgrund erforderlicher Prüfarbeiten (z.B. Statik des Daches, Zustand der Hauselektrik) ist konzep-
tionell beispielsweise künftig vorgesehen, jährlich im Haushalt mindestens ein Objekt aufzuneh-
men, das mit einer PV-Anlage ausgestattet werden soll. Priorisiert werden soll hierbei nach „öffent-
lichen“ Gebäuden, „nicht öffentlich“ genutzte Objekte sollen hier nach wirtschaftlichen Aspekten
behandelt werden.

1.3 „Dachvermietung“
a) Johannes-Schoch-Schule
Die Dachflächen von Hauptgebäude, Turnhalle und Sonderbau wurden für die Nutzung einer „Bür-
gersolaranlage“ kostenfrei zur Verfügung gestellt (49,946 kwp)
b) Heynlinschule
Die Dächer vom Hauptbau und der Bestands-Turnhalle wurden für die Nutzung einer „Bürgersolar-
anlage“ kostenfrei zur Verfügung gestellt (115,705 kwp)
c) Über den Schulverband Bildungszentrum westlicher Enzkreis
Teilflächen des Daches wurden für die Nutzung einer „Bürgersolaranlage“ kostenfrei zur Verfügung
gestellt (55,468 kwp)

2. Heiztechnologie
a) Heynlinschule/Heynlinturnhalle
2022: Austausch der bisherigen Gasheizung durch eine Pelletheizung mit Spitzenlastabdeckung durch Gas
b) Johannes-Schoch-Schule
2023 Austausch der bisherigen Gasheizung durch eine Heizung mit erneuerbaren Energien
c) Heinestr. 14
2023 Austausch der bisherigen Ölheizung durch eine Pelletheizung
d) Über den Schulverband Bildungszentrum westlicher Enzkreis
2023: Austausch der bisherigen Gasheizung durch eine BHKW (Nebenprodukt Strom) /Pel-
letheizung mit Spitzenlastabdeckung durch Gas

Entwicklung Stromverbrauch/Stromerzeugung in Königsbach-Stein

Durch den konsequenten Einsatz von LED-Leuchtmitteln konnte im Bereich der Strassenbeleuchtung der Stromverbrauch von 0,4 GWh im Jahr 2014 auf 0,167 GWh im Jahr 2021 reduziert werden.

Auffällig in Königsbach-Stein ist der relativ hohe Anteil des gewerblichen Stromverbrauchs, der in 2021 mit 67,226 GWh 75,8 Prozent der verbrauchten Energie entspricht. Der Stromverbrauch im Bereich der Wärmepumpen ist von 2014 mit 0,56 GWh auf 1,16 GWh im Jahr 2021 angestiegen. Der Stromverbrauch der Einzelbereiche „Landwirtschaft“, „Elektrowärme“ und „Haushalt“ ist über die dargestellten Jahre nahezu konstant.

Entwicklung Gasverbrauch in Königsbach-Stein
Die Gasverbrauchsdaten wurden beim Konzessionär für Gas in der Gemeinde, der Erdgas Südwest GmbH angefragt, lagen aber zum Zeitpunkt der Vorlagenerstellung leider nicht vor.

Bisherige Förderung erneuerbarer Energien durch die Gemeinde
In der Zeit von 2002 bis 2009 gab es ein gemeindliches „Solar-Förderprogramm“, das die Installation privater PV-Anlagen gefördert hat. Durch Einführung „staatlicher“ Zuschüsse wurde das Förderprogramm dann wieder aufgehoben.

Potentialanalyse Erneuerbare Energien
Aufgrund aktueller Rahmenbedingungen wie Energiekrise, Strompreisentwicklung und entsprechender Sorgen und Nöte unserer Bürger/innen und auch um die Nachhaltigkeitsziele der Gemeinde Königsbach-Stein zu erreichen wird deshalb vorgeschlagen, eine Potentialanalyse für Erneuerbare Energien in Auftrag zu geben. Hierbei sollen folgende Potentiale auf Königsbach-Steiner Gemarkung untersucht werden:

Photovoltaik Auf-Dach
Photovoltaik Freiflächen
Windkraftanlagen
Kleinwindkraft
Biomasse

Die erforderlichen Kosten für die Potentialanalyse liegen bei rund 50.000 Euro. Mit einem Ergebnis der Potentialanalyse kann voraussichtlich bis Mitte 2023 gerechnet werden.

CO2 – Bilanz
In der CO2-Bilanz der Gemeinde mit Stand 2012 – 2015 (sh. Anlage) ist auffällig, dass es in Königsbach-Stein einen hohen CO2-Ausstoß von Industrie und Gewerbe gibt. Es würde sich im Rahmen der Erstellung einer Potentialanalyse anbieten, die CO2-Bilanz der Gemeinde auf den Stand von 2019 fortzuschreiben (Kosten ca. 1.500 Euro, 75% Förderung ist möglich) um hier mögliche Handlungsfelder zu definieren (ua. Energieeinsparpotentiale, Einsatz erneuerbarer Energien).

 

Bürgerdialog Windkraft
Um bis Mitte 2023 nicht untätig auf das Ergebnis der Potentialanalyse zuzuwarten und jetzt schon weitere Schritte in Sachen erneuerbare Energien durchführen zu können und da der Gemeinde auch schon eine Anfrage eines Windkraftbetreibers vorliegt, wird die Verwaltung beauftragt eine Marktsondierung zum Thema Windkraftanlagen durchzuführen und dann in einen Bürgerdialog einzutreten. Die Bürgerschaft soll umfassend zum Thema Windkraft informiert und eingeladen werden, zu allen Fragen rund um das Thema Windenergie und erneuerbare Energien ins Gespräch zu kommen.