• Impressionen aus Königsbach-Stein
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Gemeinderatssitzung vom 22.01.2019 - Teil 2

Positives aus dem Gemeindewald; Bewirtschaftungsplan 2019 genehmigt
Schwarze Zahlen werden auch für 2019 im Königsbach-Steiner Gemeindewald erwartet.

Aller guten Dinge sind drei: Bereits zweimal stand der Bewirtschaftungsplan für das Forstwirtschaftsjahr 2019 vergebens auf der Tagesordnung einer Gemeinderatssitzung. Jetzt konnte die umfangreiche Planung im Steiner Bürgersaal zur Genehmigung vorgestellt werden. Diese schließt erneut an die positive Entwicklung der vergangenen Jahre an. Wie Revierleiter Alexander von Hanstein bei der Präsentation des schließlich einstimmig genehmigten Bewirtschaftungsplans 2019 im Gemeinderat informierte, ist ein Einschlag von 7030 Festmetern Holz geplant, wodurch Einnahmen von 286645 Euro erwartet werden. Nach Verrechnung aller Kosten und Erträge werde mit einem Überschuss von 34675 Euro gerechnet. Der geplante Holzeinschlag ist gegenüber dem jährlichen Soll von 6800 Festmetern leicht erhöht, doch, wie von Hanstein unterstrich, „wir haben keine Ausfälle durch Trockenheit oder durch Borkenkäfer – wir planen optimistisch.“ Das sei eine erfreuliche Situation, sagte Bürgermeisterstellvertreter Wilhelm Bräuer, der die Sitzung leitete. Schließlich gehe es im Gemeindewald nicht nur um den Erholungswert, sondern auch um den Ertrag

Zuvor hatte Andreas Roth, der stellvertretende Amtsleiter des Forstamts Enzkreis, die Entwicklung der Jahrestemperaturen seit 1880 dargestellt und betont, „die warmen Jahre legen zu. Vor allem in den letzten 20 Jahren.“ Die Konsequenz daraus sei, „wir wollen gemischte Wälder schaffen.“ Laubholzmarkt und Absatz seien gut, der Eichenmarkt noch steigend. Angespannt sei indes der Nadelholzmarkt wegen der trockenen heißen Sommer, die den Borkenkäferbefall begünstigten. Roth sprach auch den eingeschlagenen Weg zur Forstreform des Landes an und sagte, „an der Grundzusammenarbeit muss sich nichts ändern.“ In der Gemeinde sei die Waldfläche groß genug für ein eigenständiges Revier. Oliver Demel (SPD) richtete Dank an den Revierleiter „für die gute Arbeit, die Sie bei uns im Wald leisten“, und Hanstein gab den Dank an die Mitarbeiter der Gemeinde weiter.

Stefanie Mühlschlegel, stellvertretende Schulleiterin der Heynlinschule Stein, wollte im Rahmen der Bürgerfrage zu Beginn der Sitzung wissen, wie es mit der dringend sanierungsbedürftigen Schulturnhalle weiter gehe. Eine Lehrerin unterstrich überdies den hohen Stellenwert der Halle für den Schul- und den Vereinssport. „Wo man hinlangt, ist alles kaputt“, beschrieb sie den Zustand der Räumlichkeiten. Bräuer verwies auf die bevorstehenden Haushaltsberatungen. „Wir sind dran.“

Ein Königsbacher Bürger reklamierte die Erhöhung der Kita-Gebühren, die im Dezember ohne vorherige Information der Eltern erfolgt sei. „Wann gab‘s dazu eine Entscheidung.“ Hauptamtsleiter Stefan Keller antwortete, 2017 sei für die Jahre 2018/19 ein Doppelbeschluss gefasst und die Eltern darüber jeweils Ende 2017 und 2018 schriftlich informiert worden. Um einen Kostendeckungsgrad von 20 Prozent aus den Elternbeiträgen zu erreichen habe man die Erhöhung auf zwei Jahre verteilt. Ansonsten wäre die Steigerung deutlich höher ausgefallen. ufa

 

 

 

 

Veröffentlicht am Montag, 28. Januar 2019