• Impressionen aus Königsbach-Stein
  • Impressionen aus Königsbach-Stein
  • Impressionen aus Königsbach-Stein
  • Impressionen aus Königsbach-Stein

Gemeinderatssitzung vom 09.04.2019 - Teil 1

Verkehrsberuhigung auf dem Königsbacher Marktplatz weiterhin Problem
Auf dem Königsbacher Marktplatz wird meist zu schnell gefahren. Ein Problem, das vor allem Eltern mit kleinen Kindern auf den Nägeln brennt. Die beiden (flacheren) zusätzlichen Blumenkübel sollen den Verkehr ausbremsen.

Auf dem Königsbacher Marktplatz bleibt - vorerst - alles beim Alten. Wie Marcel Haß, Abteilungsleiter Bürgerservice und Ordnung im Königsbacher Rathaus, in öffentlicher Gemeinderatssitzung im Steiner Bürgersaal informierte, seien verschiedene Maßnahmen geprüft worden, um eine wirkliche Verkehrsberuhigung auf dem stark durch Fußgänger und Kinder frequentierten Marktplatz zu gewährleisten. Eine Sperrung des Platzes, auf dem die gefahrene Geschwindigkeit von 7 km/h nicht überschritten werden darf, wäre rechtlich und auch verkehrlich problematisch, was sich bereits aus der Verkehrsuntersuchung 2015 ergeben habe.

Bodenschwellen hingegen könnten an dieser Stelle ausdrücklich nicht empfohlen werden, so Haß, unter anderem auch weil es dadurch zu einer Erhöhung des Lärmpegels kommen und Gefahrenstellen für Radfahrer und Fußgänger entstehen würden. „Neben dem klaren Abraten der Straßenverkehrsbehörde rät daher auch unser Versicherer von Bodenschwellen ab, da die Gemeinde, bei durch Schwellen verursachten Unfällen, voraussichtlich in der Schadensersatzpflicht stünde.“ Schließlich habe man mit zwei zusätzlich aufgestellten Blumenkübeln versucht, die Situation zu verbessern. Mit wenig Erfolg. Die Geschwindigkeit, die von 85 Prozent der Verkehrsteilnehmer nicht überschritten werde, habe zuvor bei 16,5 km/h gelegen, während der Erprobungszeit mit 15,8 km/h nur geringfügig darunter. Beide Werte, die deutlich über den gebotenen 7 km/h lägen, seien jedoch weder im kreisweiten Vergleich unüblich, noch unter Verkehrssicherheitspunkten problematisch, so Haß. In den vergangenen 15 Jahren habe es acht registrierte Unfälle gegeben, vorwiegend sogenannte Parkrempler. Personenschäden seien nicht entstanden. „Gemessen an diesen objektiven Werten ist der Marktplatz Königsbach außerordentlich sicher“, meint Haß. Die bisherige Verkehrsführung sei 2003, nach Abstimmung mit Polizei, Ingenieurbüro und Anwohnern, aus mehreren Planalternativen ausgewählt worden und habe sich seither bewährt. Letztendlich sprach sich der Gemeinderat dennoch mehrheitlich dafür aus, die zusätzlichen Pflanzkübel zu belassen. Auf Anregung von Oliver Demel (SPD) und Enzo die Grigoli (FDP) wurde die Verwaltung beauftragt, zu prüfen, ob die Möglichkeit besteht, den Marktplatz in den Sommermonaten etwa von samstags 14 Uhr bis sonntags 18 Uhr komplett für den Verkehr zu sperren.

Dass die bislang vorgenommenen Änderungen auf dem „glücklicher Weise stark frequentierten Marktplatz“ nicht viel bewirkt haben, bestätigte auch Bürgermeister Heiko Genthner. „Das Problem sitzt eigentlich hinter dem Steuer“, so der Verwaltungschef. ufa

 

 

 

 

Veröffentlicht am Freitag, 12. April 2019