• Impressionen aus Königsbach-Stein
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Gemeinderatssitzung vom 05.11.2019 - Teil 2

Jugend im Fokus - Gemeinderat beschließt, in Zukunft mehr Jugendarbeit und Jugendbeteiligung durchzuführen
Existiert nicht mehr: Der ehemalige Jugendtreff „Casa“ in Stein. Ob es in Zukunft wieder einen geben wird, ist unklar. Eine Arbeitsgemeinschaft soll die Rahmenbedingungen für Jugendarbeit festlegen. (rol)

Mehr für Kinder und Jugendliche will man in Zukunft in Königsbach-Stein tun. Einhellig beschloss der Gemeinderat, zu dem Thema eine Arbeitsgruppe zu gründen – mit dem Ziel, einen Entwurf zu erarbeiten, wie Jugendarbeit und -beteiligung sinnvoll betrieben werden können. Schon im kommenden Jahr soll es die erste Aktion für Jugendliche geben. Dass es zu dem Beschluss kam, liegt an einem Antrag, den die Grünen-Fraktion in der vorausgegangenen Sitzung gestellt hatte. Darin wird unter anderem gefordert, die im Stellenplan vorhandene Stelle eines Jugendpflegers baldmöglichst auszuschreiben und neu zu besetzen. Allerdings: Tatsächlich ist diese Stelle im aktuellen Stellenplan gar nicht vorhanden – und das hat seinen Grund: Weil das bis dahin praktizierte Konzept der Treffarbeit nicht das gewünschte Ergebnis erzielt hat, beschloss der Gemeinderat bei den Haushaltsberatungen 2018, die Besetzung der Stelle bis auf weiteres auszusetzen. Die Jugendlichen seien damals einfach nicht in den Treff gekommen, sagte Bürgermeister Heiko Genthner und gab zu bedenken: Schon ein paar Mal sei man in Sachen Jugendarbeit mit Euphorie in Projekte gestartet, aber bisher habe man nichts Nachhaltiges etablieren können.

 

Auch Thomas Kaucher (FW) erklärte, die Ansätze in der Vergangenheit seien gut gemeint gewesen, aber letztlich doch ins Leere gelaufen. Damit das dieses Mal nicht passiert, soll die vom Gemeinderat beschlossene Arbeitsgemeinschaft zunächst die Herangehensweise klären. In einem nächsten Schritt sollen die Jugendlichen mit ins Boot geholt werden. Der Antrag der Grünen war nicht der einzige, mit dem sich der Gemeinderat befasste: Auf Anregung der Freien Wähler wird sich das Gremium bei seiner bald stattfindenden Klausurtagung mit den Themen Bauplätze, Innenverdichtung und Schaffung von bezahlbarem Wohnraum befassen. Baurechtliche Fragestellungen sollen bei einem separaten Termin geklärt werden. In ihrem Antrag hatten die Freien Wähler unter anderem darum gebeten, Besitzer von unbebauten Bauplätzen im Ortsbereich anzuschreiben mit der Bitte, diese für den Verkauf an Bauwillige anzubieten. Allerdings hält Bauamtsleiter Thomas Brandl diese Vorgehensweise aufgrund des Datenschutzes für problematisch. Wolfgang Ruthardt (SPD) brachte eine mögliche Einführung der Grundsteuer C auf unbebaute Grundstücke ins Gespräch. Wortmeldungen aus den Reihen der Gemeinderäte gab es auch, als es um die Frage ging, ob die Gemeinde den Klimaschutzpakt des Landes unterstützt. Wolfgang Ruthardt (SPD) kritisierte, dass darin keine konkreten Maßnahmen genannt werden. Er halte das Ganze für „wischi-waschi“. Trotzdem wurde Königsbach-Steins Beteiligung daran beschlossen. – Nico Roller

Veröffentlicht am Mittwoch, 13. November 2019