• Impressionen aus Königsbach-Stein
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Zwölf neue Klassenzimmer

Siegerentwurf für die Erweiterung des Königsbacher Bildungszentrums vorgestellt
Den Siegerentwurf präsentieren (v.l.) Heiko Genthner, Marco Engler, Ingolf Kanzler, Ludwig Harter und Thomas Karst. (rol)

Nicht leicht gemacht hat sich die Jury die Entscheidung, welcher Entwurf der Beste ist für den Erweiterungsbau, der dereinst den zusätzlichen Raumbedarf der Willy-Brandt-Realschule und des Lise-Meitner-Gymnasiums in Königsbach abdecken soll. Letztlich ging der erste Preis an das Architekturbüro „Harter + Kanzler“ aus Freiburg. Die Idee der Planer: Die vorhandene Infrastruktur so weit wie möglich weiter nutzen. Dazu soll das bisherige, die naturwissenschaftlichen Fachräume beherbergende, als „Neubau“ bezeichnete Gebäude im Norden des Schulgeländes erweitert werden: Auf den bisher eingeschossig ausgeführten Werkstattbereich soll ein zweites Geschoss aufgesetzt und gleichzeitig das gesamte Gebäude zur Straße hin zweigeschossig vergrößert werden – und zwar so, dass es auch den Platz umfasst, auf dem aktuell noch die Fahrradständer untergebracht sind. Für sie muss folglich ein neuer Standort gefunden werden.

 

Die Erweiterung soll in leichter Holzbauweise erfolgen. Ein um das Gebäude verlaufender hölzerner Laubengang schafft nicht nur eine einheitliche Fassade, sondern bietet auch Raum für einen Fluchtweg. Im Inneren des vergrößerten Gebäudes soll es zwölf neue Klassenzimmer geben und die Gänge sollen so aufgeweitet werden, dass sie als zusätzliche Lernfläche dienen können. Ein kleiner Lichthof ermöglicht den Blick nach außen. Der obere Teil des Gebäudes soll vom Gymnasium, der untere von der Realschule genutzt werden. „Rundum gelungen“ sei der Entwurf, sagt Afshin Arabzadeh, der dem Preisgericht vorsaß und von intensiven, aber harmonischen Diskussionen berichtet. Sehr vielfältig seien die Einreichungen gewesen, sagt Arabzadeh.

 

16 Büros hätten teilgenommen, zwölf Entwürfe seien abgegeben worden, fünf hätten es in die engere Wahl geschafft. Mit dem Ergebnis seien alle Beteiligten zufrieden. Auch aus den Rektoraten der beiden Schulen kommt Zustimmung. Ein Zeitpunkt für den Baubeginn steht noch nicht fest. Vorher sind noch umfangreiche Planungen zu erstellen. Stimmt die Versammlung des Schulverbands dem prämierten Entwurf bei ihrer nächsten Sitzung am Donnerstag, 4. Juli, zu, können danach unter anderem die Vertragsverhandlungen, die Feinabstimmungen und das Stellen von Förderanträgen erfolgen. rol

 

Veröffentlicht am Dienstag, 2. Juli 2019