• Impressionen aus Königsbach-Stein
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Zukunft der Werkrealschule an der Heynlinschule großes Thema in der Bürgerfragestunde Königsbach-Stein

Wie geht es mit der Werkrealschule an der Heynlinschule weiter? Diese Frage brennt Eltern und Pädagogen auf den Nägeln, wie bei der jüngsten öffentlichen Gemeinderatssitzung im Steiner Rathaus deutlich wurde.
Die Zukunft der Werkrealschule an der Heynlinschule brennt Eltern und Lehrern auf den Nägeln. Eine Entscheidung steht noch aus.

Gut 80 Besucher waren gekommen, vermutlich die Hälfte wegen des Themas Heynlinschule. „Wir sind entsetzt, dass die Schule von Zweizügigkeit in Einzügigkeit umgewandelt werden soll“, stellte eine Lehrerin der Heynlinschule gleich zu Beginn fest. Bürgermeister Heiko Genthner wies sie allerdings umgehend darauf hin, dass sich an der Fragestunde nur Einheimische beteiligen dürfen. Ihre Frage wurde dann von einer Kollegin gestellt. Sie wollte wissen, welche Kosten die Werkrealschule verursacht, „gibt es Zahlen?“ Genthner entgegnete, das stehe im Haushaltsplan, anhand der Schülerzahlen könne man das ausrechnen. Im Grunde genommen ging es immer wieder darum, ob die Schule bei Einzügigkeit ihre Attraktivität behalte, was mit künftigen Schülern geschehe, wenn die Klassen voll seien, wohin Rückkehrer aus der Realschule dann gehen könnten, welche Schüler Anrecht auf diese Schule haben, wie hoch das Einsparpotential bei Verzicht auf Zweizügigkeit sei, was dann mit den freiwerdenden Räumen in der Johannes-Schoch-Schule geschehe, und nicht zuletzt, wann eine Entscheidung getroffen werde. Ebenso wurde bezweifelt, dass das Schulamt die Einzügigkeit befürworte. Befürchtungen wurden geäußert, dass abgewiesene Schüler dann in die Willy-Brandt-Realschule ausweichen, was man nicht wolle, wie die dortige Elternbeiratsvorsitzende sagte. Die Entscheidung über eine Einzügigkeit an der Heynlinschule wäre auch eine Entscheidung über die Qualität des Bildungsangebots an der Realschule, wurde weiter befürchtet.  
„Wir stellen viele Fragen und bekommen keine Antworten“, reklamierte eine Lehrerin, „wir hätten viele Antworten, aber Sie stellen keine Fragen.“ Genthner bat immer wieder um Geduld. Er könne keine Antworten geben könne, so lange die Gespräche noch nicht abgeschlossen seien, auch mit den benachbarten Gemeinden. Es seien natürlich auch finanzwirtschaftliche Überlegungen notwendig. Auf jeden Fall gebe die Verwaltung ein klares Bekenntnis zum Schulstandort Heynlinschule ab und wolle dort auch die Qualität erhalten. Man sei erst am Anfang von Gesprächen. „Solche Prozesse brauchen Zeit“, so Genthner, „die müssen Sie uns geben.“ Auf die Einladung einer Lehrerin, sich persönlich ein Bild im Unterricht einer Klasse mit 32 Schülern zu machen, was bei Einzügigkeit vermehrt drohe, entgegnete Genthner, „Bildungspolitik und Klassenteiler sind Sache des Landes.“

Veröffentlicht am Mittwoch, 23. Mai 2018