• Impressionen aus Königsbach-Stein
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Viel Geld für die Nachwuchsarbeit

IMO spendet 10 000 Euro an Feuerwehr / Kommandant wird vom Gemeinderat gewählt
Unterstützung für die Feuerwehr: Spendenübergabe vor dem Feuerwehrhaus mit (v.l.) Armin Müller, Kommandant Andreas Groß, Kay Müller, Bernd Müller und Bürgermeister Heiko Genthner. (rol)

Dieses Geld ist gut angelegt: 10 000 Euro spendet die Königsbacher Firma IMO an die Freiwillige Feuerwehr, die damit einen neuen Anhänger für die Brandschutzerziehung anschaffen will. Schon lange verzichtet das Unternehmen auf Weihnachtsgeschenke an seine Kunden und unterstützt stattdessen soziale Einrichtungen aus der Gegend. „Unsere Weihnachtsspenden sind eine schöne Gelegenheit, Gutes zu tun“, sagt Geschäftsführer Bernd Müller, als er am Montagvormittag im Beisein von Bürgermeister Heiko Genthner einen Scheck an Kommandant Andreas Groß überreicht: Die regionale Verbundenheit sei dem Unternehmen dieses Jahr wichtiger denn je. „Wenn die Menschen gezwungenermaßen auf Abstand gehen, müssen wir erst recht zusammenhalten.“ IMO weiß, wie wichtig und lebensrettend der Einsatz der Feuerwehr ist. Mit der Spende will man speziell die Nachwuchsarbeit unterstützen, die laut Kommandant Andreas Groß unverzichtbar ist.

 

Schon seit mehr als 20 Jahren laufe die Brandschutzerziehung, erklärt der Kommandant: „Die Nachfrage ist auf jeden Fall da.“ Regelmäßig besuche man die Kindergärten und Schulen der Gemeinde, um den Kindern bildlich die Arbeit der Feuerwehr näherzubringen und das richtige Verhalten im Notfall zu erklären. Dass man dafür dank der Spende von IMO künftig einen eigenen Anhänger hat, macht laut Groß Vieles einfacher. Der Kommandant sieht in der Brandschutzerziehung auch eine Möglichkeit, Nachwuchs zu gewinnen. Aktuell hat man in der Jugendfeuerwehr rund 40 Kinder und Jugendliche, die sich allerdings seit dem Lockdown Mitte März nicht mehr getroffen haben. Eigentlich habe man Ende Oktober wieder anfangen wollen, sagt Groß: Aber dann kam der erneute Lockdown. Dass die Jugendfeuerwehr sich so lange nicht mehr getroffen hat, hält er für ein Problem und befürchtet, einige Mitglieder könnten abspringen.

 

Auch für die rund 100 Aktiven der Königsbach-Steiner Feuerwehr war von Mitte März bis Anfang Juni kein Übungsbetrieb möglich. Danach trainierte man in Kleingruppen mit maximal zehn Personen. Seit Anfang November geht auch das nicht mehr. Dabei sei das monatliche Üben mit den technisch komplexen Gerätschaften eigentlich schon erforderlich, sagt Groß: „Die Kameradschaft leidet natürlich auch.“ Die Corona-Krise macht den Feuerwehren zu schaffen. In Königsbach-Stein hätte eigentlich am vergangenen Samstag die bereits im Frühjahr verschobene Hauptversammlung mit zahlreichen Wahlen nachgeholt werden sollen. Kurzfristig wurde sie abgesagt. Nun muss der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung am 24. November den Kommandanten und seine beiden Stellvertreter wählen. Das Feuerwehrgesetz sieht diese Möglichkeit ausdrücklich vor, falls eine Wahl bei der Hauptversammlung nicht stattfinden kann. Groß wird sich zur Wiederwahl stellen. Bei seinen beiden Stellvertretern wird es dagegen Veränderungen geben. – Nico Roller

Veröffentlicht am Donnerstag, 19. November 2020