• Impressionen aus Königsbach-Stein
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Verabschiedung von Rektor Leo Hammerschmidt in den Ruhestand

Schule musikalisch geprägt
Verabschiedung von Rektor Leo Hammerschmidt in den Ruhestand

In einer kleinen Feier im - Corona geschuldet -  begrenzten Kreis von Wegbegleitern und  Mitarbeitenden wurde Leo Hammerschmidt, seit 1992 Konrektor und ab 2008 Schulleiter der Johannes-Schoch-Schule Königsbach, in den Ruhestand verabschiedet. Wirklich gern scheint er „seine“ Schule nicht zu verlassen, wie er mit der freiwilligen Verlängerung seines Schuldienstes schon vor einem Jahr angedeutet hat.
Die Arbeit ist stetig gewachsen, seit Hammerschmidt 1992 als Stellvertreter nach Königsbach kam, das Rektoren-Salär war indes bei seiner Einführung ins Amt des Schulleiters geschrumpft: Die bisherige Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule war gut ein Jahr zuvor in eine Grundschule umgewandelt worden. Dabei hatte er schon dreieinhalb Jahre lang die Schule kommissarisch geleitet, bis er offiziell als Rektor eingesetzt wurde.
Barbara Kucher, dienstälteste Kollegin und langjährige Mitstreiterin bei allen musikalischen Aktivitäten, hieß die Gäste im Musikpavillon willkommen und führte durch ein Abschieds-Programm, das das musikalische Profil der Schule deutlich werden ließ. Dabei war der Schulleiter mit seiner Gitarre selbst gefragt. Gemeinsam mit Kucher (Klavier) und Sabrina Reuschel (Geige) brachte er den Irischen Segenswunsch zu Gehör, und auch die Beiträge der rund 180 Schülerinnen und Schüler kleinen Filmen und „Video-Konferenzen“ waren von Musik geprägt. Instrumental-AG und Chor präsentierten Gelerntes und die einzelnen Klassen sangen oder sprachen herzerfrischend ihre guten Wünsche.
Kucher, die auch die Entlassungsurkunde übergab, erinnerte in einem Sketch zusammen mit Kollegin Birgit Weißer an Hammerschmidts diverse Stationen im schulischen Werdegang, von Calmbach über Stuttgart und Pforzheim, sowie ein Jahr zur Überbrückung als Gitarrenlehrer in Bruchsal und Rastatt. Sabine Dilger und Eva Kaiser unterhielten sich humorvoll und in Reimen über das Für und Wider es Ruhestands, die Anwesenden sangen ein Abschiedslied, Klassenlehrerinnen übergaben Geschenke mit herzlichen Worten des Dankes, und sogar ein „Bundesverdienstkreuz“ wurde Hammerschmidt ans Hemd geheftet. Obwohl der scheidende Rektor im Vorfeld vom Schulamt und im Rathaus verabschiedet worden war, hatte Bürgermeister Heiko Genthner es sich nicht nehmen lassen, kurzfristig vorbeizuschauen. Er wolle Dank und Anerkennung des Schulträgers ausdrücken, so Genthner. „Sie haben die Schule gut in die Gemeinde integriert, Ihnen war ganz wichtig, dass die Schule im Dorf verankert ist.“ Beispielhaft nannte er die Gestaltung der Weihnachtsfeiern des Krankenhilfsvereins, und die Zusammenarbeit und Kooperationen mit vielen Vereinen. Dafür wolle er nochmal Dank und Anerkennung aussprechen.
In seinem Schlusswort („Ich habe einen Schlussroman geschrieben“) plauderte Hammerschmidt, 1954 in Regensburg geboren, unterhaltsam über seinen Werdegang samt zahlreichen Umzügen und diversen Schulen. In der dritten Klasse habe er seine Leidenschaft zur Gitarre entdeckt, die ihn nicht nur begleitete, sondern auch beruflich beeinflusste. Die Lust auf den Lehrerberuf sei durch seinen Karlsruhe Lehrer und späterem Schulrat Norbert Kraft erwachsen, der ihm ein Vorbild und lebenslanger Förderer und Freund gewesen sei. Er habe, so Hammerschmidt, stets viel Glück und Unterstützung im Leben erfahren. Glückliche Momente im schulischen Leben in Königsbach waren für den scheidenden Rektor meist musikalischer Art: Diverse Konzerte und Musikspiele, aber auch Theaterstücke, wie etwa „Der kleine Prinz“, in Kooperation mit KIT-Studenten einstudiert und aufgeführt, und nicht zuletzt die Teilnahme am „Fest“ in Karlsruhe, ein „unvergessliches Highlight“, das er zusammen mit den Kindern und Kollegen habe erleben dürfen. Hammerschmidts Dank galt nicht nur allen schulischen Wegbegleitern, sondern auch der politischen Gemeinde, dem Rathaus und den Bürgermeistern, bei denen er von Anfang an stets volle Unterstützung erfahren habe.
Abschließend mahnte Hammerschmidt: „Bei allem was wir hier tun, geht es nur um die Kinder. Das ist für mich der Hauptaspekt unserer Arbeit. Deshalb fällt mir auch der Abschied schwer.“ ufa
 

 

Veröffentlicht am Donnerstag, 30. Juli 2020