• Impressionen aus Königsbach-Stein
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Seit 40 Jahren Tor zur Welt des Wissens

Gemeindebücherei feiert Jubiläum: Einrichtung wird rein ehrenamtlich betrieben
Blumen als Anerkennung: Peter Jan Heisenberger, Heiko Genthner und Bernd Kielburger (hinten, von links) dankten den aktuellen und ehemaligen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen rund um Inge Pflüger (Zweite von links). (rol)

Als unverzichtbar wurde sie gelobt, als eine „wahre Fundgrube“, als ein „Lotsenpunkt für die Vielzahl der verfügbaren Informationen“ und als „ein Tor zur weiten Welt des Wissens“: Die Gemeindebücherei in Königsbach-Stein feierte bei einem kleinen Festakt ihr 40-jähriges Bestehen – und zahlreiche Gäste kamen, um ihr zu gratulieren. Auch Bürgermeister Heiko Genthner, der feststellte, dass es die Bücherei schon fast so lange wie die Gemeinde gibt: „Generationen haben hier ihren Bedarf an Lesestoff gedeckt.“ Die Ausleihzahlen zeigen laut Genthner eindrücklich, dass die Einwohner die Bücherei schätzen und nicht missen möchten. Der Bürgermeister bedankte sich bei der aktuellen Leiterin Inge Pflüger und bei den Mitarbeiterinnen, die alle rein ehrenamtlich tätig sind. Ihrem Engagement sei es zu verdanken, dass es eine so große Zufriedenheit gebe. „Es macht uns nach wie vor allen Spaß“, sagte Pflüger, die die Bücherei seit 15 Jahren leitet.

Gegründet wurde sie schon 1981, nachdem mehrere junge Mütter die Idee dazu hatten. Anfangs noch im evangelischen Gemeindehaus untergebracht, zog sie schon vier Jahre später ins umgebaute alte Schulhaus. 1991 feierte man zehnjähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür. Leiterin war damals Barbara Zimmermann, die dieses Ehrenamt rund 20 Jahre innehatte, bis Diplom-Bibliothekarin Pflüger 2006 übernahm. Die Räume im alten Schulhaus wurden renoviert und die Bücherei bekam einen Computer: Die Ausleihe ging fortan nicht mehr mit Zettel, sondern per Barcode. 2013 zog sie erneut um – und zwar in die Brettener Straße, in die Räume eines ehemaligen Drogeriemarkts. Dort begann Pflüger die Kooperationen mit den Kindergärten und Schulen der Gemeinde. Anfangs organisierte sie mit Unterstützung der Fachstelle für Bibliothekswesen in Karlsruhe Lesungen in den Schulen. Später rief sie ein bis heute bestehendes Projekt ins Leben, bei dem Grundschüler für Kindergartenkinder vorlesen. Ein Projekt, das auch Peter Jan Heisenberger lobte. Der Leiter der Fachstelle für Bibliothekswesen sagte, die Gemeinde unterhalte mit ihrer Bücherei seit 1981 eine Kapitalanlage. Eine, die auch in Corona-Zeiten mit 4,43 Ausleihen pro Einwohner eine „tolle Dividende“ abgeworfen habe. Das sei nicht nur das Ergebnis einer guten Kommunalpolitik, sondern auch auf die Kompetenz und das Engagement von Pflüger und ihrem Team zurückzuführen. Lob kam auch von Julia Reinhard, die stellvertretend für den Gemeinderat betonte: „Ihnen gilt unsere ganze Hochachtung und wir sind froh, dass wir Sie hier vor Ort haben.“

Veröffentlicht am Dienstag, 26. Oktober 2021