• Impressionen aus Königsbach-Stein
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Schulverbandsversammlung am 19.12.2018

1600 Quadratmeter zusätzlich - Königsbacher Bildungszentrum soll für 6,9 Millionen Euro erweitert und umgebaut werden; Neues Fach am Gymnasium: Schulverband stimmt der Einführung von „Informatik, Mathematik, Physik“ zu; Haushaltsplan beschlossen
In die Jahre gekommen sind die Fachräume im Untergeschoss des Hauptgebäudes. Sie sollen in Klassenzimmer umgewandelt und in einem Neubau ersetzt werden. (rol, Archiv)

Erweiterung und Umbau des Königsbacher Bildungszentrums rücken immer näher. In ihrer jüngsten öffentlichen Sitzung hat die Versammlung des Schulverbands weitere Weichen dafür gestellt. Einstimmig beschlossen die Mitglieder des Gremiums ein Raumprogramm, auf dessen Basis im Januar die Auslobung eines Architektenwettbewerbs erfolgen soll. Darin wird auch dem zusätzliche Raumbedarf für das Fach „Naturwissenschaft und Technik“ (NwT) Rechnung getragen. Vor einigen Monaten war bekannt geworden, dass am Lise-Meitner-Gymnasium mehr als 600 Quadratmeter fehlen und dass die im Hauptgebäude gelegenen, teilweise noch mit der Erstausstattung aus den 1970er-Jahren versehenen Fachräume beider Schulen sanierungsbedürftig sind. Sie auf den neuesten Stand zu bringen, sei nicht sinnvoll, erklärte Gabriele Siegele vom Planungsbüro LBBW Immobilien Kommunalentwicklung. Deshalb sollen sie dem nun gefassten Beschluss zufolge in normale, modern ausgestattete Klassenzimmer umgewandelt werden. Gleichzeitig soll ein Erweiterungsbau mit neuen, dem Stand der Zeit entsprechenden Fachräumen erstellt werden. Reine Hörsäle wird es in Zukunft also nicht mehr geben.

 

Unter Einbeziehung des zusätzlichen Raumbedarfs für das Fach NwT soll der Neubau eine Gesamtfläche von rund 1600 Quadratmetern haben, Nebenräume und Verkehrsflächen inklusive. Geschätzter Kostenpunkt für Um- und Neubau: rund 6,9 Millionen Euro. Aber: Für den Umbau der im Hauptgebäude gelegenen Räume gibt es bereits eine Förderzusage von 70 Prozent der anerkannten Baukosten. Und: Für den Neubau besteht laut Schulverbands-Geschäftsführer Thomas Brandl die Möglichkeit, bis zu 33 Prozent des zuschussfähigen Bauaufwands auf Basis des anerkannten Raumprogramms gefördert zu bekommen. Mit dem nun vorgelegten Konzept sorge man dafür, dass das Notwendige ergänzt werde, sagte Brandl, aber man schaffe keine unnötigen Räume. Zuvor hatte die Verbandsversammlung beschlossen, die Ingenieurgruppe Bauen aus Karlsruhe mit der Projektsteuerung für die Erweiterung und den Umbau des Bildungszentrums zu beauftragen.

 

Ab dem kommenden Schuljahr gibt es am Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasium ein neues Profilfach. Die Versammlung des Schulverbands stimmte der Einführung des Fachs „Informatik, Mathematik, Physik“ (IMP) einhellig zu. Das Fach ermöglicht es Schülern, sich nach dem Aufbaukurs Informatik in der siebten Klasse vertieft mit Inhalten der drei Fächer auseinanderzusetzen. Das Königsbacher Gymnasium verfüge über die notwendige Größe und die entsprechend ausgebildeten Lehrer, um IMP unterrichten zu dürfen, sagte Schulverbands-Geschäftsführer Thomas Brandl. Es komme dadurch in den Genuss zusätzlicher Ressourcen. Der Bedarf an räumlicher und sächlicher Ausstattung ändere sich mit der Einführung des Fachs nicht. Derzeit besuchen knapp 800 Schüler in mehr als 30 Klassen das Gymnasium und werden dort von rund 70 Lehrern unterrichtet. Das berichtete Direktor Hartmut Westje-Bachmann der Verbandsversammlung. Auch sein Amtskollege Dieter König von der in denselben Gebäuden untergebrachten Willy-Brandt-Realschule gab einen kurzen Überblick. Demnach gehen mehr als 650 Kinder und Jugendliche derzeit auf seine Realschule, wo sie von rund 50 Lehrern unterrichtet werden. König sagte, die Realschule habe in den vergangenen Jahren große Anstrengungen unternommen, um sowohl für Schüler als auch für Eltern attraktiv zu sein. Der Rektor verwies unter anderem auf den bilingualen Zug, auf viele Arbeitsgemeinschaften und auf die Digitalisierung des Unterrichts. Schulverbandsvorsitzender Heiko Genthner dankte beiden Schulleitern für ihre Arbeit und lobte, man habe „zwei attraktive Schulen“.

 

3,6 Millionen Euro im Ergebnishaushalt

Einhellig stimmten die Mitglieder der Versammlung des Schulverbands Bildungszentrum westlicher Enzkreis der Haushaltssatzung mit Haushaltsplan fürs kommende Jahr zu. Der Ergebnishaushalt wird darin festgesetzt mit ordentlichen Erträgen und Aufwendungen von je rund 3,6 Millionen Euro. Im Finanzhaushalt sind Investitionen von rund 500 000 Euro vorgesehen. Die Schulkostenumlage wird mit rund 1,2 Millionen Euro, die Kapitalumlage mit rund 500 000 Euro festgesetzt. –  Nico Roller

 

Veröffentlicht am Donnerstag, 10. Januar 2019