• Impressionen aus Königsbach-Stein
  • Impressionen aus Königsbach-Stein
  • Impressionen aus Königsbach-Stein

Robust und zäh

Robinie als Baum des Jahres im Heynlinpark und beim Bildungszentrum gepflanzt
Mit vereinten Kräften: Bürgermeister Heiko Genthner, Fritz Kramer, Christian Schulz, Stefan Giek und Martin Schuster (von links) pflanzen die Robinie im Heynlinpark in Stein. (rol)

Sie blüht weiß, gilt als robust und bildet schwarz-braune Hülsenfrüchte aus: Die Rede ist von der Robinie, dem Baum des Jahres 2020, der vor kurzem gleich an zwei Stellen in Königsbach-Stein neu gepflanzt wurde: in Stein im Heynlinpark in der Nähe des Ententeichs und in Königsbach hinter dem Bildungszentrum. Nur wenige, gekonnte Handgriffe brauchten Christian Schulz und Martin Schuster vom örtlichen Bauhof, um ein Loch zu graben, den Baum einzusetzen und neben ihm einen Pfahl in den Boden zu treiben. „Wir haben einen engagierten und tollen Grüntrupp“, lobte Bürgermeister Heiko Genthner und erklärte: Sowohl im Steiner Heynlinpark als auch hinter dem Königsbacher Bildungszentrum pflanze man jedes Jahr den Baum des Jahres. Voriges Jahr war es die Flatterulme, 2021 wird es die Stechpalme sein. Entstehen sollen auf diese Weise zwei Alleen, in denen die Bäume des Jahres laufend erkundet werden können. Wer ein Smartphone dabeihat, kann zudem den QR-Code auf dem Hinweisschild scannen und so weitere Informationen zu dem Baum erhalten.

 

Beide Orte werden viel frequentiert und sind bei Spaziergängern beliebt. Der Standort im Steiner Heynlinpark sei ideal für die Robinie, erklärte Fritz Kramer: „Sie passt gut hierher.“ Der Geschäftsführer des Kreisverbands der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald weiß bestens über den Baum Bescheid, der wissenschaftlich „Robinia pseudoacacia“ heißt. Er gilt als robust, wächst auf nahezu allen Böden und wurde früher oft zur Böschungssicherung gepflanzt. Sein Holz ist sehr zäh, elastisch, witterungsbeständig und hat einen hohen Brennwert. Nicht nur für Spielplätze und Gartenmöbel wird es gerne genutzt, sondern auch für Lärmschutzwände und im Brückenbau. Die Robinie blühe „wunderschön weiß“ und sei deshalb an Waldrändern und Böschungen sofort zu erkennen, erklärt Kramer. Bei den beiden kürzlich im Steiner Heynlinpark und hinter dem Königsbacher Bildungszentrum gepflanzten Exemplaren wird es bis zur ersten Blüte aber wahrscheinlich noch vier bis fünf Jahre dauern. Wer größere Robinien sehen möchte, der findet in Königsbach-Stein einige an der Auffahrt zum Eiselberg. – Nico Roller

Veröffentlicht am Donnerstag, 19. November 2020