• Impressionen aus Königsbach-Stein
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Kommandant wiedergewählt

Hauptversammlung zeigt: Auch der Feuerwehr Königsbach-Stein macht Corona zu schaffen
Die Verwaltung: Kommandant Andreas Groß (vorne, Mitte) seine Stellvertreter Stephan Fahr (vorne links) und Marco Hannemann (rechts) und die Mitglieder des Ausschusses. Zudem Bürgermeister Heiko Genthner (hinten rechts). (rol)

Auf Kontinuität setzt man bei der Freiwilligen Feuerwehr in Königsbach-Stein. Mit großer Mehrheit wurde Kommandant Andreas Groß bei der Hauptversammlung am Samstagabend wiedergewählt. Seine Stellvertreter sind Stephan Fahr und Marco Hannemann. Dem Feuerwehrausschuss gehören künftig Jan Kaucher, Jan Elsäßer, Mirko Herdt, Dominik Bader, Maike Lamprecht und Ronny Prager an. In der Königsbacher Festhalle blickten die Feuerwehrkameraden auf die vergangenen Monate zurück, die auch für sie nicht einfach waren. Übungen der Aktiven, der Jugend und des Musikzugs sind abgesagt worden, Veranstaltungen ausgefallen. „Die Feuerwehren litten und leiden heute noch darunter“, sagte Groß und betonte: Dennoch habe sich die Bevölkerung im Notfall immer auf die Helfer verlassen können. Im neuen Jahr konnte man den Übungsbetrieb wieder aufnehmen: zunächst in Kleingruppen, seit August wieder fast wie gewohnt. Groß hofft, dass 2022 normaler wird und Feste wieder möglich sind. „Wir sehnen uns alle danach.“ Der Kommandant kündigte an: Sobald die Pandemie beendet sei, werde die Feuerwehr „massiv Werbung“ betreiben: für die Jugend, für den Musikzug und für die Aktiven.

Im vergangenen Jahr hatte die Königsbach-Steiner Feuerwehr 121 aktive Mitglieder, die 93 Einsätze absolviert haben. Nicht nur einmal lobte Groß in seinem Bericht das große Engagement seiner Kameraden und deren Ausbildungsstand. Der Kommandant plädierte für ein gemeinsames, zentral gebautes Feuerwehrhaus. Das hätte aus seiner Sicht nicht nur Vorteile für Gemeinde und Feuerwehr, sondern würde nebenbei auch Kosten sparen. In Königsbach sei man an der Kapazitätsgrenze, in Stein habe man sie schon überschritten. Um das zu verdeutlichen, lud er die Gemeinderäte zu einer Besichtigung ein. Zu kämpfen hat die Feuerwehr laut Groß auch mit der „chaotischen Parksituation“ in der Gemeinde. Es komme vor, dass man „nur sehr problematisch oder gar nicht“ zur Einsatzstelle gelange. Im schlimmsten Fall könne das Menschenleben kosten. Auch in der Jugendfeuerwehr blickt man trotz Corona positiv in die Zukunft. 2020 war für sie „ein recht kurzes Jahr“, wie Jugendwart Fabian Prager berichtete: Bis Mitte März sei der Übungsbetrieb regulär gelaufen, danach nur noch über das Internet. Das ganze Ausmaß der Pandemie im Jugendbereich werde man erst Ende dieses Jahres sehen. Im Jahr 2019 hatte die Jugendfeuerwehr noch zahlreiche Aktivitäten auf die Beine gestellt. Sie wirkte beim Dorffest mit, nahm am Pokalwettkampf der Jugendfeuerwehr des Enzkreises teil und präsentierte sich beim verkaufsoffenen Sonntag mit einer Feuerwehr-Olympiade.

Nicht nur die Jugendarbeit, sondern die der gesamten Feuerwehr lobte Bürgermeister Heiko Genthner (parteilos) in seinem Grußwort. Die Feuerwehrkameraden nannte er ein „Musterbeispiel an Solidarität“ und sagte: „Ihr ehrenamtliches Engagement geht weit über das hinaus, was sonst im Ehrenamt üblich ist.“ Gerne hätte er den Termin für die Indienststellung des neuen Einsatzleitwagens verkündet. Doch das konnte er nicht, weil es wegen Corona zu Lieferverzögerungen gekommen sei. Genthner rechnet damit, dass das Fahrzeug im Frühjahr 2022 in Dienst gestellt wird. Bei der Drehleiter laufe dagegen alles nach Plan. Genthner sagte, man gehe davon aus, dass noch in diesem Monat die Ausschreibung erfolgen könne. Wertschätzende Worte kamen auch vom stellvertretenden Kreisbrandmeister Manfred Wankmüller, der die Königsbach-Steiner Wehr als lebendig, gut ausgebildet und schlagkräftig bezeichnete. Er lobte den Einsatz der Königsbach-Steiner Kameraden bei der Flutkatastrophe im Ahrtal. Sie hätten wirklich Großartiges geleistet.

Die Geehrten

Für 15 Jahre aktiven Dienst wurden Fabian Prager, Philipp Jourdan, Jan Elsässer, Christian Walther, Pascal Deurer, Marco Gruner, Tim Fehr, Tim Sauter und Maike Lamprecht ausgezeichnet. Für 25 Jahre aktiven Dienst wurden Oliver Herdt, Jan Kaucher, Michael Kellermann und Andreas Groß geehrt, für 40 Jahre Alexander und Gerd Schwender. Und für 50 Jahre aktiven Dienst erhielten Günter Deurer, Jürgen Grimm und Stefan Mack eine Ehrung. Zudem ehrte die Gemeinde für 50-jährige Feuerwehrzugehörigkeit Bernd Drollinger, Günter Leonhardt und Reiner Zeyer. Bernhard Dürr wurde für 60 Jahre im Musikzug geehrt. Die meisten Auszeichnungen wurden schon eine Woche vor der eigentlichen Hauptversammlung bei einem Ehrungsabend übergeben.

Die Beförderten

Zum Feuerwehrmann: Sebastian Kurz, Kay Kögler, David Nagel, Jonas Grun, Alicia Grun, Lukas Weinbrecht, Kim Kaucher, Kevin Hesse, Jan Kögler, Markus Tietze, Luis Herlan, Billy Joe Jost, Marcel Pietruschka. Zum Hauptfeuerwehrmann: Daniel Kunzmann, Nils Morlock, Marvin Prager, Marcel Gruner. Zum Löschmeister: Jan Elsäßer, Marco Hannemann. Zum Oberlöschmeister: Jan Kaucher. Zum Hauptlöschmeister: Andreas Gfrörer.

Veröffentlicht am Donnerstag, 7. Oktober 2021