• Impressionen aus Königsbach-Stein
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Flatterulme zum Tag des Baumes gepflanzt

Drei Flatterulmen - gespendet von der Schutzgemeinschaft DeutscherWald - wurden in Königsbach-Stein gepflanzt
Den Baum des Jahres 2019, eine Flatterulme, haben in Königsbach beim Bildungszentrum gepflanzt (v.l.): Kevin Scherle (Bauhof), Thomas Brandl (Bauamtsleiter), Christian Schulz (vorn, Bauhof), Guido Wölfle, Bürgermeister Heiko Genthner und Fritz Kramer

Großer Bahnhof für ein – noch – kleines Bäumchen: Der Baum des Jahres 2019, eine Flatterulme, wurde von Vertretern der Gemeinde und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) Pforzheim-Enzkreis am Radweg hinter dem Bildungszentrum Königsbach gepflanzt. Anlass war der bevorstehende, internationale Tag des Baumes, der am 25. April begangen wird.
Die Flatterulme sei eine sehr seltene Baumart, daher sei sie auch nicht so einfach zu bekommen, und kurzfristig auch keine größeren Exemplare, wie Fritz Kramer, der Geschäftsführer des Kreisverbands SDW, erklärte. So freute sich Bürgermeister Heiko Genthner umso mehr, dass die Gemeinde gleich mit insgesamt drei jungen Flatterulmen bedacht wurde. Zwei davon wurden in Stein in Nähe der Hansenwiesenspange gepflanzt. Während Kramer den gewählten, „sehr schönen Platz am Bach“ für ideal hält - „das liebt die Flatterulme“, war es Genthner wichtig, dass dort viele Fußgänger, Radfahrer und auch Schüler vorbeikommen. Derweil Grüntruppleiter Christian Schulz und Kevin Scherle vom Bauhof der Gemeinde dem Bäumchen in sein neues Quartier halfen, beobachteten Guido Wölfle vom Vorstand der SDW, Kramer, Genthner und Thomas Brandl (Bauamtsleiter) den quasi „historischen“ Vorgang. Schließlich startete der damalige Bundespräsident Prof. Dr. Theodor Heuss, am 25. April 1952 den ersten „Tag des Baumes“ in Deutschland mit einer eigenhändigen Ahorn-Pflanzung. Damals war der Gedenktag noch ganz durch die Nachkriegssituation geprägt. Er richtete gegen die Übernutzung der Wälder durch die sogenannten „Reparationshiebe“ der Alliierten und den Kahlschlag zur Brennholzgewinnung, als zwischen neun und 15 Mal mehr Holz eingeschlagen wurde als nachwachsen konnte.
Was die Flatterulme betrifft, die Wuchshöhen von 30 Metern und mehr erreichen kann, informierte Krämer, dass diese zu den Bäumen gehöre, die am wenigsten anfällig gegenüber dem Ulmensterben seien. Diese durch einen Pilz verursachte Krankheit hat in den vergangenen gut 100 Jahren nahezu weltweit für einen dramatischen Rückgang von Ulmen geführt.  ufa

 

Veröffentlicht am Freitag, 12. April 2019