• Impressionen aus Königsbach-Stein
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Auf die Taktik kommt es an

Rund 150 Kinder und Jugendliche messen sich beim Schulschachturnier in Königsbach
Rund 150 Kinder und Jugendliche messen sich beim Schulschachturnier in Königsbach

Leise ticken die kleinen Uhren, die auf den Tischen stehen. Konzentriert sitzen sich beim Schulschachturnier im Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasium immer zwei Schüler gegenüber: die Augen auf das Brett und die Figuren vor ihnen gerichtet. Rund 150 Kinder und Jugendliche aus dem gesamten Umkreis treten gegeneinander an, unterteilt in mehrere Altersklassen. Wenn einer einen Zug gemacht hat, dann drückt er ein kleines Knöpfchen auf der Uhr. Ein Klicken. Dann läuft die Zeit für den Gegner. 20 Minuten hat jeder Spieler. Mehr nicht. Da will jeder Zug genau überlegt sein. Georg hat sein Spiel gerade mit einem Sieg beendet und gibt seinem Gegner die Hand. „Das ist ein Zeichen der Höflichkeit“, erklärt der 14-Jährige: Das gehöre sich so, vor und nach jeder Partie.

 

Georg spielt schon seit acht Jahren Schach. Ein sehr vielseitiges Spiel, findet der Schüler, der am Königsbacher Gymnasium in die Schach-Arbeitsgemeinschaft geht. „Man kann immer gewinnen. Egal, wie es gerade läuft.“ Geduld sei wichtig, sagt Georg. Und Konzentration, ergänzt Mitschüler Henry: „Man muss alles auf dem Brett im Auge haben. Sonst kann der Gegner unerkannt angreifen“, sagt der 14-Jährige, der ebenfalls die Schach-AG am Königsbacher Gymnasium besucht. „Schach ist ein richtig tolles Spiel, bei dem es viel auf die Technik ankommt.“ Wenn Georg und Henry ihren Gegnern gegenübersitzen, dann lassen sie sich Zeit, überlegen jeden Zug genau. Auch Noel und Otto machen das so. Die beiden 14-Jährigen gehen auf die Mörike-Realschule in Mühlacker und spielen gerne Schach. Wichtig sei, konzentriert zu sein und eine Strategie bereit zu haben, sagt Otto. Und Noel ergänzt: „Schach ist leicht zu lernen, aber schwer zu meistern.“

 

Eine Einschätzung, die Michael Ruf teilt. Er ist Lehrer am Königsbacher Gymnasium und hat das Turnier zusammen mit seinem Neuenbürger Kollegen Jörg Hanisch organisiert. Beim Schach gehe es um Erfahrung, sagt er: „Je länger man spielt, desto besser wird man.“ Daher sei es sinnvoll, früh anzufangen und viel zu üben. Die Regeln seien einfach zu lernen. „Im Prinzip geht es nur darum, zu wissen, welche Züge man mit welcher Figur machen darf.“ Davon ausgehend, gelte es, eine Strategie zu entwickeln. „Das kann man auch, wenn man nicht gut in Mathe ist“, sagt Ruf. Er freut sich, dass sich auch dieses Mal wieder viele Schulen an dem Turnier beteiligt haben. Insgesamt treten 28 Mannschaften gegeneinander an – ein paar weniger als in den Vorjahren. Die Jüngsten gehen noch in die Grundschule, die Ältesten in die Oberstufe. Die Sieger jeder Altersklasse ziehen in die Nordbadische Meisterschaft ein. – Nico Roller

 

Die Sieger

Wettkampfklasse 1 (Jahrgang 2001 und älter): Gymnasium Remchingen, Wettkampfklasse 2 (Jahrgang 2002/ 2003): Gymnasium Neuenbürg, Wettkampfklasse 3 (2004/ 2005): Gymnasium Neuenbürg, Wettkampfklasse 4 (2006/ 2007): Hebel-Gymnasium Pforzheim, Wettkampfklasse 5: Gymnasium Neuenbürg, Wettkampfklasse Mädchen: Lise-Meitner-Gymnasium Königsbach, Wettkampfklasse Realschule: Mörike-Realschule Mühlacker, Wettkampfklasse Grundschule: Grundschule Kämpfelbach, Wettkampfklasse Grundschule Mädchen: Grundschule Kämpfelbach

Veröffentlicht am Dienstag, 29. Januar 2019