• Impressionen aus Königsbach-Stein
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Alte Autos und moderne Musik

Oldtimer, Kunstausstellung und Konzert locken Hunderte Besucher auf den Marktplatz
Oldtimer, Kunstausstellung und Konzert locken Hunderte Besucher auf den Marktplatz

Mehr als 60 Jahre ist der blaue Renault 4CV von Hans-Peter Müller schon alt. Der 1951 gebaute Franzose war damit der älteste der knapp 30 Oldtimer, die am Sonntag beim vierten Termin von „Kultur im Ort“ zusammen mit einer Kunstausstellung und einem Konzert des Königsbacher Musikvereins Hunderte Besucher auf den Königsbacher Marktplatz lockten. Müller ist von Oldtimern fasziniert und hatte Gleichgesinnte nach Königsbach eingeladen, mit ihren Fahrzeugen, versteht sich. Seinen Renault 4CV hat er vor mehr als 20 Jahren erworben und ihn dann restauriert, größtenteils in Eigenregie. Sein Vater habe früher bei dem französischen Autobauer gearbeitet, erzählte Müller. „Dadurch bin ich von klein auf mit Renault in Verbindung.“ Bei der Beschäftigung mit den historischen Autos könne man viel lernen. Die Technik sei überschaubarer als heute, man könne noch viel selbst machen. „Bei vielen wecken die Autos Erinnerungen an die Kindheit.“

 

Mit seinem 4CV ist er schon erfolgreich Gleichmäßigkeits-Bergrennen und -Rallyes gefahren. Rund 110 Kilometer pro Stunde bringe er maximal, erklärte Müller. Da ist der NSU Prinz von René Pintilie aus Ittersbach etwas schneller: „160 macht der locker.“ Und auf der Straße liege er „wie ein Brett“. Erst vor kurzem ist der Ittersbacher mit seinem Oldtimer, Baujahr 1971, bei der „Schlossberg Historic“ in Gernsbach mitgefahren. Es dauerte am Sonntag nicht lange, bis das in knalligem Orange lackierte Auto mit dem Vierzylinder-Reihenmotor zahlreiche Blicke auf sich zog. Genauso wie die übrigen Autos und Motorräder, die es zu sehen gab, unter anderem von Mercedes, Zündapp und Chrysler. Auf großes Interesse stieß auch die Kunstausstellung von Uwe Zimmermann aus Stein. Auf den meisten seiner Bilder sind Kugeln zu sehen. Sie greifen verschiedene Themen auf, etwa Adam und Eva, Jesus am Kreuz oder den Zyklus des Lebens. Kugeln könne man schlecht festhalten, erklärte Müller. Sie seien immer in Bewegung. Entstanden sind die farbenreichen Bilder in den zurückliegenden zehn Jahren.

 

Während die Besucher die Kunstwerke und die Oldtimer betrachteten, gab der Königsbacher Musikverein Schmissiges zum Besten, etwa „One moment in time“, „The lion sleeps tonight“ oder „Nessaja“. Ursula Hutmacher war sehr zufrieden. Mehr als 200 Leute seien gekommen, sagte die Vorsitzende des VdK: „Unsere Bänke sind alle besetzt.“ Ihr Verein hatte die Veranstaltung federführend organisiert und sorgte für die Bewirtung. – Nico Roller

Veröffentlicht am Mittwoch, 11. Juli 2018