• Impressionen aus Königsbach-Stein
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35 neue Mitglieder gewonnen

Krankenhilfsverein Königsbach will sich für Zukunft aufstellen und Tagespflege erweitern
Vorstand KHV Königsbach

Hundert Jahre ist der evangelische Krankenhilfsverein Königsbach im Februar alt geworden. Groß feiern hat man das Jubiläum bisher wegen der Corona-Krise zwar nicht können. Trotzdem blickt man optimistisch in die Zukunft – und zwar aus gutem Grund: Aktuell hat der Verein rund 750 Mitglieder. Zwar hat man seit Mai 2019 knapp 50 Mitglieder verloren: Die meisten sind verstorben oder ins Pflegeheim gezogen. Aber gleichzeitig konnten auch 35 neue Mitglieder begrüßt werden – ein stattlicher Zuwachs, den Katrin Haible auch auf den neuen Flyer und das neue Logo zurückführt. „Beides finde ich sehr schön“, sagte die Vorsitzende bei der Mitgliederversammlung, die am vergangenen Montag im evangelischen Gemeindehaus stattfand.

 

Dort wurde deutlich: Der Krankenhilfsverein will sich für die Zukunft aufstellen und plant deswegen auch eine Vergrößerung der Räumlichkeiten für die Tagespflege. Die Pandemie habe nochmal klar gezeigt, dass der zur Verfügung stehende Platz nicht ausreiche, erklärte Haible und sagte, der Vorstand sei dabei, das Thema aktiv anzugehen. Ob man etwas kaufe oder miete, stehe noch nicht fest. In nächster Zeit will man sich mit der Gemeindeverwaltung und den Fraktionen des Gemeinderats abstimmen. Auch sonst geht es beim Krankenhilfsverein voran: Eine neue Wellness-Badewanne mit LED-Lichtern wurde in den vergangenen Monaten ebenso angeschafft wie ein großer Sonnenschirm. Ein Ersatz für den etwas in die Jahre gekommenen Bus soll besorgt, die digitale Zeiterfassung eingeführt werden. Für letzteres gewährt das Diakonische Werk Zuschüsse.

 

Bisher ist die Tagespflege gut durch die Krise gekommen. „Die Mitarbeiter sind guten Mutes“, sagt Geschäftsführer Thomas Grüninger und erzählt: Als die Einrichtung wegen des Lockdowns für fünf Wochen geschlossen war, habe man „aus der Not eine Tugend“ gemacht und sich in Eigenregie um Renovierungsarbeiten gekümmert. Am 20. April habe man mit wenigen Gästen wieder einen Notbetrieb aufgenommen, Ende Mai dann einen eingeschränkten Regelbetrieb und ab Anfang Juli einen geschützten Regelbetrieb. Vor der Coronakrise hatte es in der Tagespflege zahlreiche Angebote und Aktivitäten gegeben, unter anderem Ausflüge in den Pforzheimer Gasometer, auf den Königsbacher Wochenmarkt und in die Steiner Heynlinschule, wo Kinder ein Theaterstück für die Senioren aufführten. „Wir schauen immer, dass das Programm für alle passt“, sagt Tagespflege-Leiterin Tamara Vaupel und berichtet von vielen glücklichen Stunden. – Nico Roller

 

Foto:

Optimistisch in die Zukunft blickt der Vorstand des Krankenhilfsvereins um die Vorsitzende Katrin Haible (vorne rechts) und den Ehrenvorsitzenden Hermann Dürrler (links daneben). (rol)

Veröffentlicht am Freitag, 2. Oktober 2020