• Impressionen aus Königsbach-Stein
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Gemeinderatssitzung vom 23. Juni

Wasserversorgung erneut Thema im Rat; Informationen zur Erweiterung des Gewerbegebiets Allmendwiesen – Sondergebiet Parkplätze
Diese Brücke über den Kämpfelbach soll durch eine neue ersetzt werden, damit auf der anderen Seite ein Parkplatz entstehen kann. (rol)

Etwas ernüchternd waren die Ergebnisse, die Diplom-Ingenieur Martin Leuze zur Zusammenlegung der beiden Ortsnetze von Königsbach und Stein bei der Wasserversorgung in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats präsentierte. Leuze erklärte, die beiden Ortsteile seien bei der Wasserversorgung nach Höhenlagen in verschiedene Versorgungszonen eingeteilt. Im Ortsteil Königsbach kommt das Wasser aus dem Bodensee, in Stein wird es von zwei Quellen – der Warmen Quelle und der Galgenquelle – geliefert. Bei den Untersuchungen zur Zusammenlegung der beiden Ortsnetze habe er die derzeitigen und prognostizierten Einwohnerzahlen beider Orte, sowie den aktuellen Wasserverbrauch berücksichtigt. „In Königsbach haben wir einen Überschuss von 300 bis 400 Kubikmetern am Tag“, stellte Leuze fest, in Stein seien es täglich nur rund 15 bis 90 Kubikmeter. Aus diesem Grund sei nur eine Wasserlieferung von Königsbach nach Stein sinnvoll. Zwar könne man die Niederzonen in Königsbach und Stein theoretisch leicht verbinden, allerdings liege der Wasserbehälter in Königsbach höher als derjenige in Stein, was zu einem immens hohen Aufwand in der technischen Umsetzung führe. Und das rentiere sich kaum. Auch zwei weitere Varianten, die Leuze vorstellte, seien aufgrund kilometerlanger Rohrleitungen nur mit einem enormen Aufwand realisierbar. Eine Zusammenlegung der Ortsnetze könne deshalb nur zum Zweck einer Notversorgung sinnvoll geschehen. Die Weichen hierzu seien schon 1986 gestellt worden, als man den Bau des Hochbehälters auf dem Schalkenberg ablehnte. Udo Mack (CDU) zeigte sich erschüttert von Leuzes Ausführungen: „Der Zusammenschluss der beiden Wassernetze war schon bei der Fusion der Orte im Jahr 1974 ein Thema.“

 

Zur Erweiterung des Gewerbegebiets Allmendwiesen – Sondergebiet Parkplätze – in Königsbach informierte Thomas Huber vom Büro Wald und Corbe über den Stand der Erschließungsmaßnahmen. Weil sich dort eine Firma erweitern möchte, müssen als Ersatz bestehender Parkplätze rund 340 Mitarbeiterparkplätze neu geschaffen werden. Diese sollen am Ende der Straße Allmendring auf der anderen Seite des Kämpfelbachs entstehen. Die bereits an dem Fluss bestehende Brücke muss dazu durch ein neues, höheres Bauwerk ersetzt werden. Die Ausschreibung dafür sei an acht Firmen gegangen, teilte Huber mit, davon hätten drei ein Angebot abgegeben. Für rund 666 000 Euro soll die Ausführung von Juli bis Dezember dieses Jahres erfolgen. – Nico Roller

Veröffentlicht am Dienstag, 30. Juni 2015