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Von Evita bis Tarzan

Steiner Chorvereinigung und Musikschule Philippsburg erinnern an bekannte Musicals
Steiner Chorvereinigung und Musikschule Philippsburg erinnern an bekannte Musicals

Schmissige Nummern, bunte Kostüme, schwungvolle Tanzeinlagen und ganz viel Show. Bei ihrem Musicalabend in der örtlichen Festhalle hat die Steiner Chorvereinigung „Freundschaft“ am Samstag nicht nur musikalisch alle Register gezogen, sondern auch eine Premiere gefeiert: Zum ersten Mal hat man nämlich gemeinsame Sache mit der Musikschule in Philippsburg gemacht. Aber warum eigentlich ausgerechnet Philippsburg? Schließlich ist das nicht gerade ein Katzensprung. Ganz einfach: Matthias Dahlhoff dirigiert nicht nur die Sänger der Steiner Chorvereinigung, sondern unterrichtet auch in Philippsburg an der Musikschule. Lange haben die beiden Gruppen getrennt voneinander geprobt. Mehr als eine gemeinsame Generalprobe gab es nicht. Dann stand schon der erste Auftritt an. Der war vor einer Woche: in Philippsburg, in der Jugendstilfesthalle. „Da haben wir schon viel Applaus bekommen“, erinnerte sich Martina Tilger, Schriftführerin der Chorvereinigung.

 

Auch in Stein zeigte sich das Publikum am Samstag in Sachen Beifall äußerst großzügig. Weit mehr Gäste als erwartet waren in die Festhalle gekommen, um sich das Ergebnis der Kooperation anzuhören. Im Mittelpunkt des gut zweistündigen Programms stand die bunt schillernde Welt der Musicals. Auf der Bühne begegneten sich Tarzan und Jane, im „Moulin Rouge“ ging es verrucht zu, das Phantom der Oper kündigte sein Erscheinen an, Präsidentengattin Evita sprach zu ihrem Volk und ganz so wie bei „Sister Act“ zeigten Nonnen ihre Musikalität. Die rund 45 Sänger der Chorvereinigung und zehn Musikschüler unternahmen einen kurzweiligen musikalischen Streifzug, vorbei am „Zauberer von Oz“, an „Sissi“, an „Cats“ und an „Les Miserables“. Sie machten Station in Ascot, im alten Rom, im Frankreich der Revolution, im Labor von Doktor Jekyll und auf dem Theaterschiff aus „Show Boat“. Immer wieder wurden die Musiker zu Schauspielern. Sie warfen sich in Schale, setzten Hüte und Mützen auf den Kopf, legten Federboas um den Hals, zogen Trenchcoats an, wirbelten in Röcken über die Bühne, verkleideten sich als Nonnen in schwarzen Roben, als Doktor Jekyll mit zerzaustem Haar und als Hexen mit spitzem Hut. Das Publikum staunte über so viel Wandlungsfähigkeit, spendete am Ende tosenden Applaus und verlangte eine Zugabe. - Nico Roller

Veröffentlicht am Mittwoch, 17. Mai 2017