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Mit Schwung über das Netz

Mit einem Volleyballkurs geht das Kinderferienprogramm zu Ende / Veranstalter sind zufrieden
Mit einem Volleyballkurs geht das Kinderferienprogramm zu Ende

Drei Mal muss der Ball im eigenen Feld hin und her gespielt werden, bevor er wieder über das gut zwei Meter hohe Netz rüber zu den Gegnern darf. Gar nicht so einfach, wenn man ihn dabei nur pritschen und baggern darf. Aber so sind nun einmal die Regeln beim Beachvolleyball. Und daran müssen sich auch die 16 Jugendlichen halten, die am Montag beim Beachvolleyball-Schnupperkurs des Königsbacher Volleyballclubs (VCK) teilnehmen, dem letzten Programmpunkt des diesjährigen Ferienprogramms. Kein Wunder, dass da so mancher Ball den Rand des Spielfelds verlässt, weit vom Ziel entfernt einschlägt oder es schwungmäßig erst gar nicht über das Netz schafft. Aber das ist alles halb so wild. „Das Wichtigste ist heute der Spaß“, erklärt Trainer Kevin Karsch. Es gehe nicht ums Gewinnen, sondern ums Ausprobieren. „Die Kinder sollen einfach mal kennenlernen, was Volleyball ist und die Techniken üben.“

 

Mit viel Geduld und einer Menge Humor bringt Karsch den Zehn- bis 14-Jährigen die Grundtechniken bei: Das zur kontrollierten Ballannahme dienende Pritschen, den von unten gespielten Bagger und den Aufschlag, von unten und von oben. Unterstützung erhält er dabei von Marie, Lisa und Luca, die in den Ersten Mannschaften des VCK mitspielen. „Man braucht eine Weile, bis man den Ball kontrolliert in der Luft halten kann“, sagt Karsch. Wer noch nie Volleyball gespielt habe, müsse viel üben. Deswegen geht es von der Theorie direkt zur Praxis: In Vierer-Teams treten die Jugendlichen bei einem Turnier gegeneinander an. Im weichen Sand der Beachvolleyballfelder auf dem Sportgeländer Plötzer ist das Laufen besonders anstrengend. „Aber im Sommer ist es draußen einfach schöner“, meint Karsch. Das sehen auch die Jugendlichen so. Es habe ihnen viel Spaß gemacht, meinen Till und Jonas. Die beiden 13-Jährigen konnten vorher schon ein bisschen Volleyball spielen. Den Sport in Zukunft öfter zu betreiben, vielleicht sogar im Verein, das könnten sie sich durchaus vorstellen. Ein Umstand, über den Karsch sich freuen dürfte. „Wir fänden es natürlich toll, wenn der eine oder andere Jugendliche bei uns im Verein vorbeikommen würde“, meint der Trainer. Am Ferienprogramm in Königsbach-Stein beteiligt sich sein Verein schon seit vielen Jahren.

 

Rund 40 Vereine, Institutionen und Privatpersonen seien dieses Jahr insgesamt dabei gewesen, erklärt Maren Messerer, die bei der Gemeinde Königsbach-Stein das Kinder- und Jugendbüro leitet und das Ferienprogramm zusammen mit der Agenda Gruppe Jugend und Soziales sowie zahlreichen ehrenamtlichen Helfern organisiert hat. Fünf Wochen lang hat es knapp 90 Programmpunkte gegeben, „mindestens zwei an jeden Werktag“. Insgesamt hätten 340 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 14 Jahren teilgenommen, erklärt Messerer, die bei einigen Programmpunkten selbst vor Ort war. „Das Ferienprogramm hat sehr guten Zuspruch gefunden.“ Die Zusammenarbeit mit den Vereinen habe gut geklappt. Ziel sei es gewesen, möglichst viele unterschiedliche Angebote zu machen. „Es ist immer das Beste, zu sehen, wie sich die Kinder freuen, dass was los ist in den Ferien.“ - Nico Roller

 

 

Veröffentlicht am Montag, 11. September 2017