• Impressionen aus Königsbach-Stein
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Gemeinderatssitzung vom 30.01.2018 - Teil 4

4,5 Millionen für Investitionen; Haushaltsentwurf sieht in Königsbach-Stein viele Investitionen in Baumaßnahmen vor
Die Sanierung der hier abgebildeten Festhalle in Königsbach ist einer der größten Posten im Haushaltsentwurf. Sie soll rund eine halbe Million Euro kosten. (rol)

Fast 4,5 Millionen Euro will die Gemeinde Königsbach-Stein im Jahr 2018 investieren. „Wir stecken wie andere Kommunen in einer Zwickmühle: die stetige Ausweitung der Aufgaben“, sagte Bürgermeister Heiko Genthner, als er den Haushaltsentwurf in der jüngsten Gemeinderatssitzung vorstellte. Einerseits würden Aufgaben von Bund und Land auf die Kommunen übertragen, andererseits würden sich die Anforderungen ändern, die die Gesellschaft an die Gemeinde stellt. „Mehr Aufgaben führen auch zu mehr Ausgaben.“ Der Haushaltsentwurf für 2018 ist vor allem geprägt von Investitionen in Baumaßnahmen. Zu den größten Investitionen zählen der barrierefreie Zugang zum Gleis zwei am Königsbacher Bahnhof (1,2 Millionen Euro), die Sanierung der Königsbacher Festhalle (500 000 Euro), der Ausbau der Bleichstraße (370 000 Euro), die Sanierung des Radwegs entlang der Landesstraße 611 zwischen Stein und Königsbach (340 000 Euro) und die Schulhofgestaltung an der Johannes-Schoch-Schule (315 000 Euro).

 

Zur Finanzierung ist im Entwurf eine Kreditaufnahme in Höhe von rund zwei Millionen Euro vorgesehen. Der Schuldenstand würde sich dadurch zum Jahresende voraussichtlich auf rund 4,7 Millionen Euro erhöhen. Aus den Rücklagen ist eine Entnahme von rund 645 000 Euro eingeplant, die dadurch auf rund 500 000 Euro sinkt. Wie bereits im November beschlossen, sollen die Hebesätze sollen leicht erhöht werden, bei der Grundsteuer B auf 330 v.H. und bei der Gewerbesteuer auf 360 v. H. Insgesamt hat der Haushalt ein Volumen von rund 32,6 Millionen Euro, davon rund 4,8 Millionen Euro im Vermögenshaushalt und rund 27,8 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt. Eine Zuführung zum Vermögenshaushalt ist mit rund 1,45 Millionen Euro kalkuliert. Mit Einnahmen rechnet man durch die Grundsteuer (1,2 Millionen Euro), die Gewerbesteuer (6 Millionen Euro), den Gemeindeanteil an der Umsatz- und Einkommenssteuer (7,4 Millionen Euro) und die Schlüsselzuweisungen des Landes (3 Millionen Euro).

 

Dem stehen auf der Ausgabenseite unter anderem die Gewerbesteuerumlage (1,1 Millionen Euro), die Finanzausgleichsumlage (3,1 Millionen Euro), die Kreisumlage (3,6 Millionen Euro) und die Personalkosten (6 Millionen Euro) gegenüber. Genthner betonte, bei den Personalkosten bewege man sich mit einem Anteil von 22 Prozent an den Gesamtausgaben noch unterhalb des bei 27 Prozent liegenden Landesdurchschnitts. „Die im Haushaltsentwurf ausgewiesenen Projekte verfolgen das Ziel, Königsbach-Stein weiter nach vorn zu bringen und im Wettbewerb gut aufzustellen“, so Genthner. Der Gemeinderat soll in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 20. Februar, über den Haushalt beschließen. – Nico Roller

 

 

 

Veröffentlicht am Dienstag, 6. Februar 2018