• Impressionen aus Königsbach-Stein
  • Impressionen aus Königsbach-Stein
  • Impressionen aus Königsbach-Stein

Gemeinderatssitzung vom 30.01.2018 - Teil 3

Gabionenwand wird kürzer; Neue Planungen zur Radweg-Sanierung im Gemeinderat vorgestellt
Massive Kritik wurde in der Vergangenheit an der Sanierung des Radwegs geübt, unter anderem mit einem Modell, das von einem Bürger aufgestellt wurde, um auf die Gabionenwand hinzuweisen. (rol)

Der Radweg zwischen Königsbach und Stein hat den Königsbach-Steiner Gemeinderat erneut beschäftigt. Bereits im Oktober hatte das Gremium einen Beschluss zur Sanierung gefasst. In der Bürgerfragestunde und mit Hilfe eines Holzmodells war die Sanierung seither wiederholt kritisiert worden (PZ berichtete). Nun hat die Verwaltung das Thema nochmal auf die Tagesordnung gesetzt, um über die aus ihrer Sicht bestehende Notwendigkeit der Sanierung und über den aktuellen Stand der Planung zu informieren. Ingenieur Michael Bauch von den Bami-Ingenieuren führte in der Sitzung am Dienstagabend mehrere Gründe an, die aus seiner Sicht eine Sanierung des Wegs rechtfertigen. Unter anderem erklärte er, auf dem Weg gebe es verschiedene Oberflächen, er sei nicht überall gleich breit, teilweise sei es zu Rissbildungen gekommen, bereits entstandene Schäden seien nur provisorisch verschlossen worden, der Abstand zur parallel verlaufenden Landesstraße 611 sei teilweise zu gering und die Beleuchtung sei unzureichend. Auch der Unterbau sei sanierungsbedürftig.

 

Bei seinen Begehungen vor Ort sei er wiederholt von Passanten angesprochen worden und habe nur positive Resonanz auf die geplante Sanierung erhalten. Weil die Gemeinde mittlerweile einige Teilgrundstücke erworben hat, kann die Länge der in der öffentlichen Diskussion umstrittenen Gabionenwand um rund 65 Meter reduziert werden. Den von Bauch vorgestellten neuen Planungen zufolge, soll die Wand an der höchsten Stelle nur noch 80 Zentimeter hoch werden und einen Abstand von 50 Zentimetern zum Weg haben. Der Zugang zu den Grundstücken sei durch Lücken in der Wand möglich. Von dem Regierungspräsidium als Genehmigungsbehörde gebe es keine Sicherheitsbedenken wegen der Gabionenwand.

 

Laut Bauch sind auch die reinen Netto-Baukosten in den neuen Planungen auf rund 215 000 Euro gesunken. Ein Brutto-Zuschuss von maximal rund 110 000 Euro sei zu erwarten. Bauch rechnete vor, für eine gewöhnliche Sanierung des Wegs müsse die Gemeinde mit reinen Netto-Baukosten von rund 145 000 Euro wegen des fehlenden Zuschusses unterm Strich deutlich mehr Geld ausgeben. Bürgermeister Heiko Genthner betonte, mit der Sanierung gehe eine Erhöhung der Sicherheit für alle Beteiligten einher. Zu Beginn der Sitzung hatten mehrere Bürger das Vorhaben kritisiert. Auch während Bauchs Vortrag wurde von einem Bürger mehrmals massive Kritik an der Radwegsanierung geübt. – Nico Roller

 

 

 

Veröffentlicht am Dienstag, 6. Februar 2018