• Impressionen aus Königsbach-Stein
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Gemeinderatssitzung vom 12.12.2017 - Teil 1

Bebauungsplan geändert; Bleichstraße in Königsbach wird saniert / Bürger übt Kritik an geplanter Radweg-Sanierung
Saniert werden soll der obere Teil der Bleichstraße in Königsbach. Die entsprechenden Arbeiten hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung vergeben. (rol)

Abriss und Neubau des Lebensmitteldiscounters in Königsbach rücken näher: Die dafür notwendige zweite Änderung des Bebauungsplans „Plötzer II – Einkaufen und Sport“ hat der Königsbach-Steiner Gemeinderat in seiner jüngsten öffentlichen Sitzung als Satzung beschlossen. Darin sind die Änderungsvorschläge berücksichtigt, die bei der Offenlage und bei der Behördenbeteiligung vorgebracht wurden. Von Seiten der Öffentlichkeit habe es keine Anregungen gegeben, erklärte Karin Kies vom Ingenieurbüro Gerhardt. Die von den Behörden und anderen Trägern öffentlicher Belange gemachten Vorschläge habe man positiv behandeln können. Insgesamt hätten sich im Plan allerdings keine grundlegenden Änderungen, sondern nur Konkretisierungen ergeben, so Kies. Die vorgebrachten Anregungen zielten unter anderem auf die raumplanerische Verträglichkeit des Bauvorhabens und auf die Entwässerung ab: Bisher hat der Discounter ein begrüntes Dach. Weil das beim geplanten Neubau nicht mehr der Fall sein soll, war ein Nachweis nötig, dass der neben dem Gebäude fließende Kämpfelbach das zusätzliche Wasser aufnehmen kann. Wie Kies bereits in der Mai-Sitzung erläutert hatte, muss der Kämpfelbach bei dem Bauvorhaben leicht verlegt werden. Im Zuge der Behördenbeteiligung kam die Empfehlung, die entsprechenden Maßnahmen am Gewässer genauer zu definieren. Durch Abriss und Neubau des Discounters soll die Verkaufsfläche von derzeit rund 1000 Quadratmetern auf 1450 Quadratmeter erweitert werden.

 

Anschließend beschäftigte sich der Gemeinderat mit einem weiteren Bauvorhaben, nämlich mit der für das kommende Frühjahr geplanten Sanierung des weiter oben gelegenen Teils der Bleichstraße und eines Stücks der angrenzenden Rotenbergstraße in Königsbach. Die dafür erforderlichen Arbeiten vergab der Gemeinderat einstimmig zum Angebotspreis von rund 627 000 Euro an eine in Maulbronn ansässige Firma. Bei der Sanierung werden Kanal-, Wasserleitungs- und Straßenbauarbeiten vorgenommen.

 

Zu Beginn der Sitzung hatte sich noch einmal der Bürger zu Wort gemeldet, der bereits in der vorangegangenen Sitzung seiner Unzufriedenheit über die geplante Sanierung des Radwegs zwischen Stein und Königsbach Ausdruck verliehen hatte (wir berichteten). Die vom Ingenieurbüro veranschlagten Gesamtkosten von rund 330 000 Euro (laut Bauamt liegt ein Förderbescheid von rund 110 000 Euro vor) hält er für zu hoch. Er und viele andere Bürger könnten nicht nachvollziehen, warum die Gemeinde so viel Geld ausgebe. Der Radweg sei bereits vor ein paar Jahren an einigen Stellen ausgebessert worden und „einigermaßen in Schuss“, so der Bürger, der angab, erst kurz vor der Sitzung auf dem Weg gefahren zu sein. Er wollte von der Verwaltung wissen, ob man als Alternative zur geplanten Sanierung erwogen habe, mit weniger finanziellem Aufwand nur einzelne Stellen auszubessern. Bürgermeister Heiko Genthner kündigte an, das Thema in einer künftigen Gemeinderatssitzung nochmal aufzuarbeiten, um die Notwendigkeit der Sanierung besser nachvollziehbar zu machen. Das sei bei der Vorstellung des Vorhabens vielleicht etwas zu kurz gekommen. – Nico Roller

 

Veröffentlicht am Montag, 18. Dezember 2017