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CDU-Kinderferienwoche, 06.09.2010 bis zum 10.09.2010 , 00:00 Uhr Afrikatag , 18.09.2010 , 00:00 Uhr09.03.2010
Verkehrsprobleme
Verkehrsschauen in jeder Gemeinde - einmal im Jahr.
So werden bisher Verkehrsprobleme angegangen. Drei Bürgermeister wollen aufzeigen, wie rasch reagiert und auf Lösungen andernorts zurückgegriffen werden kann. Wir werben dafür, dass man künftig in Verkehrsfragen nicht erst die Verkehrsschauen abwartet, sondern sich umsieht, welche Erfahrungen man anderswo gesammelt hat", sagt Königsbach-Steins Rathauschef Bernd Kielburger. Mit "wir" meint er auch seine beiden Kollegen Reiner Herrmann in Birkenfeld und Bastian Rosenau in Engelsbrand. Gedacht sei daran, so Kielburger, eine Arbeitsgruppe zusammen mit Experten des Verkehrsamts zu bilden. "Ich warte auf eine Einladung aus dem Landratsamt Enzkreis", kann es Kielburger kaum erwarten, sich ans Werk zu machen. Schließlich werden überall und immer wieder Klagen laut, wenn durch die Orte gerast wird, wenn es um zu viel oder zu wenig Schilder geht oder wenn - wie in Königsbach - mangelnde Sicherheit auf und an Zebrastreifen beanstandet wird.
Ministerin gibt Empfehlungen
Vor kurzem hatte sich in der Bürgerfragestunde des Königsbach-Steiner Gemeinderates eine Frau darüber beschwert, dass sich Autofahrer am Fußgängerüberweg an der Ankerstraße nicht darum kümmerten, wenn Kinder die Fahrbahn überqueren wollten (die PZ berichtete). Bis zur baden-württembergischen Umwelt- und Verkehrsministerin Tanja Gönner (CDU) ist der Ärger inzwischen vorgedrungen, weil Enzkreis-Landtagsabgeordneter Hans-Ulrich Rülke (FDP) Verbesserungen an diesem Zebrastreifen anmahnt. Ohne die Situation an Ort und Stelle zu kennen, schlug die Ministerin als theoretische Lösungsmöglichkeiten vor, die Fahrbahn durch eine Gehwegverbreiterung zu verengen oder eine Mittelinsel einzubauen.
"Eine Mittelinsel an dieser Stelle ist nicht möglich", steht für Kielburger fest, weil sich eine Bushaltestelle in der Nähe befinde. Auch eine Fahrbahnverengung sei nur schwer umzusetzen, weil wenige Schritte entfernt eine Nebenstraße einmünde. "Vielleicht erreichen wir eine höhere Aufmerksamkeit durch eine Blinkampel", gibt er zu bedenken. Allerdings erwarte er von der Verkehrsbehörde des Enzkreises Empfehlungen. Dazu hat das Landratsamt schon am kommenden Donnerstag Gelegenheit. Dann ist eine der großen Verkehrsschauen angesagt, bei der auch dieses Thema auf der Tagesordnung steht. Mit baulichen Maßnahmen allein ist es laut Kielburger nicht getan. Auch eine einseitige Schuldzuweisung an Autofahrer lässt er nicht gelten. Sein Appell an die Verkehrsteilnehmer lautet: Gegenseitige Rücksichtnahme.
Alle müssen mehr aufpassen
"Es stimmt zwar, wie die Bürgerin sagt, dass manche Autofahrer nicht anhalten, wenn Kinder am Überweg stehen", nennt der Verwaltungschef die eine Seite. "Es fahren aber auch Kinder mit ihren Rollern die Straße entlang und - ohne sich umzuschauen - über den Zebrastreifen. Radfahrer steigen ebenfalls manchmal nicht ab und fahren über den Überweg. Das ist ein Erziehungsproblem für Schüler und Autofahrer." Doch eben weil die Königsbacher Situation sich nicht viel von anderen Orten unterscheidet, soll die vorgesehene Arbeitsgruppe demnächst ermitteln, wo sich im Enzkreis Positivbeispiele aufdrängen. (Bruno Knöller)







