Johannes Heynlin 1430 - 1496
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1961 wird in der Gartenanlage am Weiherbrünnle ein
Heynlin-Gedenkstein aufgestellt. |
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| Johannes Heynlin, einer der berühmtesten Gelehrten und Prediger im
15. Jahrhundert, ist wohl der bedeutendste Sohn der Gemeinde Stein. |
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Nach einer Gelehrtensitte
seiner Zeit fügte er den latinisierten Namen seines Geburtsortes
seinem Familiennamen bei und nannte sich "Johannes Heynlin de
Lapide". (lat. lapis = Stein; de lapide = von Stein).
Die rechte
Abbildung zeigt sein Wappen. |
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Im Jahre
1446 begann Heynlin, zusammen mit einem anderen jungen Steiner namens
Johann Mucker, sein Studium an der Universität in Erfurt. Zwei Jahre
später setzte er sein Studium in Leipzig fort, wo er den akademischen
Grad eines Bakkalaureus der freien Künste erwarb.
Danach wandte er sich dem Studium der Theologie zu. Nach kurzem
Aufenthalt in Löwen kam er nach Paris und wurde dort 1455 Lizenziat
und Magister der freien Künste. 1462 wurde Heynlin Mitglied der alten
und hochangesehenen theologischen Körperschaft der Sorbonne. Da nur
selten Nichtfranzosen in die Sorbonne aufgenommen wurden, bedeutete
die Zulassung für den Deutschen eine besondere Ehre. |
1464-1466 lehrte Heynlin in Basel und lernte dort die soeben erfundene
Buchdruckerkunst.
1467 ging Heynlin wieder nach Paris und wurde Prior der Sorbonne.
1469 wurde Heynlin zum Rektor der Pariser Universität gewählt.
1470 errichtete er in seiner Wohnung in der Sorbonne eine
Druckerwerkstatt ein und führte so die Buchdruckerkunst in Frankreich
ein.
1472 erwarb Heynlin als erster Deutscher den Doktorgrad in Paris. Das
Jahr 1474 bezeichnet eine große Wende im Leben Heynlins, denn nun
vertauschte er den akademischen Lehrstuhl mit der Kanzel und wurde
Prediger in St. Leonhard in Basel.
1487 trat er in das Baseler Kartäuserkloster ein und wurde Mönch.
Am 12. März 1496 starb Heynlin.
Seine Bücher und Predigten werden in
der Basler Universitätsbibliothek aufbewahrt. |
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