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  Obst- und Gartenbauverein Königsbach e.V.



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Tipps & Tricks für den Hobbygärtner

Januar

  • Johannis- und Stachelbeeren ausschneiden.
    4 bis 5-jährige Stämme ausputzen bzw. entfernen.
  • Schwach wachsende Obstbäume jetzt schneiden.
    Der Grund hierfür liegt in der zum Frühjahr zunehmenden Anreicherung
    von Bildungsstoffen in den Trieben.
    Werden die Triebe früh geschnitten, gehen relativ wenig Stoffe verloren.
    Erfolgt der Gehölzschnitt spät, gehen dem Gehölz mehr Aufbaustoffe verloren
    und der Zuwachs verringert sich.
    Apfel- und Birnbäume, die im vergangenen Jahr stark gewachsen sind und wenig
    getragen haben, werden deshalb erst im März bzw. Anfang April geschnitten.

  • Beim Winterschnitt alle Fruchtmumien entfernen.
    Von ihnen geht im Frühjahr der Erstbefall mit Sporen des Moniliapilzes aus.
    Auch mit Mehltau infizierte Triebe, erkenntlich am weißen Belag, bei dieser
    Gelegenheit abschneiden.

  • Gehölze grundsätzlich nur an frostfreien Tagen schneiden.
    Nur mit scharfem und qualitativ hochwertigem Werkzeug arbeiten.

  • Schnittregeln für Obstgehölze:
    Starker Winterschnitt - stärkeres Wachstum im Folgejahr.
    Schwacher Winterschnitt - schwächeres Wachstum im Folgejahr.
    Winterschnitt - fördert das Triebwachstum im Folgejahr.
    Sommerschnitt - reduziert das Triebwachstum im Folgejahr und fördert die Fruchtbarkeit.

  • Bäume dürfen nach dem Naturschutzgesetz ab Oktober bis Ende Februar gefällt werden.

  • Aussaat:
    Unter Glas oder Folie können nun Kohlrabi, Pflücksalat, Saatzwiebeln, Schnittsalat,
    Somerlauch und Weißkohl ausgesät werden.

  • Überwinterung von Zierpflanzen:
    Kübelpflanzen, Dahlienknollen, Zwiebeln sollten während der Wintermonate öfters auf
    ihren gesundheitlichen Zustand überprüft werden.
    Zu beachten ist, dass das Substrat (Sand oder Stroh) in welche die Pflanze gebettet
    wurde, nie vollständig trocken fallen darf. Das Medium darf aber auch auf keinen Fall zu
    feucht sein, um die Gefahr des Pilzbefalls auszuschließen.

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Februar

  • Zur sinnvollen Bekämpfung des Frostspanners die Leimringe an den Obstbäumen regelmäßig überprüfen und bei Bedarf erneut mit Leim bestreichen.
  • Kernobstbäume, die umgepfropft werden sollen, können bereits jetzt auf das gewünschte Maß abgeworfen werden. Bei Steinobstbäumen sollte bis unmittelbar vor dem Pfropftermin im Frühjahr gewartet werden.
  • Das beim Winterschnitt angefallene Schnittgut jetzt noch zwischen den Obstbäumen liegen lassen. Es lenkt Rehe und Hasen vor allem von Jungbäumen ab. Somit kann Wildbiss verhindert werden.
  • Fruchtmumien entfernen. Die eingetrockneten Früchte am Baum stellen ein großes Infektionspotential dar.
  • Mit Beginn des Knospenschwellens bei Pfirsich und Aprikose besteht weiterhin Infektionsgefahr durch die Kräuselkrankheit. Deshalb bei warmen Temperaturen über 10 Grad Celsius weitere Spritzungen mit Neudo-Vital einplanen.
  • Jetzt ist eine optimale Zeit, um Bodenproben aus dem Garten untersuchen zu lassen. Erfasst werden die Hauptnährstoffe Phosphor, Kalium und Magnesium, der ph- Wert und der Humusgehalt.
  • Jetzt die 3 bis 4-jährigen Triebe der Kiwi entfernen und die Seitentriebe auf 3 bis 5 Augen (Knospen) zurückschneiden.
  • Aussaat: Bei günstiger Witterung können im Garten mit durchlässigem Boden zum Ende des Monats folgende Gemüse eingesät werden: Erbsen, spinat, Kerbel, Schnitt- und Wurzelpetersilie, Möhren, Pastinaken, Schwarzwurzeln, Löffelkraut, Kopf- und Schnittsalat, Feldsalat, Frühmöhren, Kopfkohl, Wirsing, Kohlrabi, Dicke Bohnen.

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März

Leider machen uns die Meteorologen für die nächsten Tage noch keine große Hoffnung auf einen vorzeitigen Frühling. Aber davon lassen sich die ersten Frühjahrsblüher zum Glück nicht abschrecken und zeigen uns, dass der Frühling wohl nicht mehr so weit sein kann. Grund genug, sich langsam auf die anstehenden Arbeiten vorzubereiten:
  • Kurz vor dem Austrieb ist noch ein guter Zeitpunkt, sommerblühende Sträucher wie Sommerflieder, Schneeballhortensie und Fünffingerstrauch zu schneiden.
  • Frühjahrsblüher wie die Forsythie werden dagegen erst nach der Blüte geschnitten, damit die bereits angelegten Blütenknospen erhalten bleiben.
  • Bei Brombeeren jetzt die alten Ruten, die über dem Winter als Frostschutz gedient haben, direkt am Wurzelhals abschneiden. Um Pilzinfektionen zu vermeiden, darf das Schnittgut auf keinen Fall unter den Pflanzen liegen bleiben. Die restlichen Ruten werden auf 2,50 m eingekürzt und fächerförmig am Gerüst festgebunden. Geiztriebe auf zwei Augen zurück schneiden.
  • Mit dem Schnitt der Pfirsichbäume bis kurz vor der Blüte warten, da sie extrem frostempfindlich sind. In diesem Stadium lassen sich auch die echten von den falschen Blütenknospen gut unterscheiden.
  • Rosen frieren von oben nach unten zurück. Daher ist ein Schnitt erst nach den strengsten Frösten sinnvoll. Beetrosen auf 5 bis 6 Augen zurücksetzen. Kletterrosen auf das Einkürzen von ca. 10 cm der schwachen Seitenverzweigungen beschränken. Einmalblühende Strauchrosen lichtet man im Gegensatz zu mehrmals blühenden nur aus und entfernt kranke oder abgestorbene Triebe.
  • Für die früh austreibenden Strauchbeeren wird es jetzt höchste Zeit, spätestens in der ersten Märzhälfte sollten sie fertig geschnitten sein. Das gleiche gilt für Sauerkirschen. Äpfel, Birnen und Tafeltrauben können aber noch den ganzen März über geschnitten werden.
  • Jetzt ist es an der Zeit, Lilienzwiebeln in die Erde zu bringen. Bei dieser Gelegenheit können auch gleich die Pflanzplätze für Montbretien, Gladiolen, Tigerlilien, Canna und Dahlien vorbereitet werden.
  • Knoblauch und Steckzwiebeln können jetzt in den Boden gebracht werden. Auf ausreichende Pflanzabstände achten!
  • Bei sonnigem Wetter das Frühbeet lüften, damit die Pflanzen rechtzeitig abgehärtet werden.
  • Saatgut: Jetzt beginnt die Aussaatsaison. Der März sollte dazu genutzt werden, um zu überprüfen, ob alle für die Frühjahrssaat erforderlichen Sämereien für den Zier und Gemüsegarten vorhanden sind. Fehlende werden jetzt angeschafft, denn im Frühjahr gibt es viele Dinge auf einmal zu tun.
  • Die Kübelpflanzen sollten nun einen Frühjahrsschnitt erhalten, soweit sie nicht schon im Herbst zurückgeschnitten wurden. Trockene oder von Pilzen befallene Triebe werden entfernt.
  • Rasenaussaat: Bei günstiger Witterung können Wiesen und Rasenflächen jetzt gesät werden.

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April

  • Falls im März noch nicht geschehen, können jetzt in der warmen Aprilsonne Beerensträucher und Rosen gepflanzt werden. Auch für Kiwis und Wein ist jetzt Pflanzzeit.
  • Beerensträucher lassen sich im April gut vermehren. Dazu biegt man einzelne Triebe am Strauch herunter, bedeckt sie mit Erde und nimmt sie nach erfolgter Bewurzelung ab, um sie am neuen Standort auszupflanzen.
  • Der April ist ist eine gute Zeit zum Umpfropfen älterer Obstbäume. Voraussetzung ist jedoch, dass man im Januar schon Edelreiser der neuen Sorten geschnitten und an einem frostfreien Ort aufbewahrt hat. Beginnen kann man, wenn sich die Rinde gut löst, d.h. der Saftfluss in vollem Gange ist.
  • Mit dem Schnitt der Pfirsichbäume bis kurz vor der Blüte warten, da sie extrem frostempfindlich sind. In diesem Stadium lassen sich auch die echten von den falschen Blütenknospen gut unterscheiden.
  • Sonnenblumen sind auch an trüben Tagen Lichtblicke im Garten. Damit Ende April/Anfang Mai kräftige Jungpflanzen in die Blumenbeete gesetzt werden können, sollten bereits jetzt die Samen in Töpfe ausgesät und am Fensterbrett vorgezogen werden. Das gilt übrigens für viele sommerblumen.
  • Nach der langen winterzeit freut sich der Rasen über eine Frühjahrsdüngung und den ersten Schnitt.
  • Ohrwürmer sind Nützlinge, die Blattläuse auf den Obstbäumen verzehren. Um den nachtaktiven Blattlausfressern Unterschlupf zu bieten, hängen Sie mit Holzwolle gefüllte Blumentöpfe umgekehrt in die Bäume. Doch Achtung: Die Töpfe müssen direkten Stammkontakt haben, sonst werden sie nicht angenommen.
  • Kompost: Wenn nicht schon im März geschehen, ist der April eine gute Zeit um den alten Kompost zu öffnen und die schwarze Humuserde auf Gemüse und Staudenbeete zu verteilen. Verwenden Sie keinen Kompost auf Flächen mit Stauden, die magere Böden bevorzugen.
  • Erdbeeren: In frühen Lagen kann Anfang-Mitte April mit dem Stroh auslegen zwischen den Reihen begonnen werden. Dies ist eine wirksame Maßnahme gegen das Verschmutzen der Früchte mit Erde. Dadurch können Fruchtfäulen wie Botrytis deutlich reduziert werden.
  • Jetzt beginnt wieder die Bärlauch-Zeit. Wer nicht die Wälder auf der Suche nach dem duftenden Kraut durchstreifen will, kann Bärlauch auch im eigenen Garten anbauen. Dann haben sie einen schönen Frühblüher im Garten und frisches Gemüse auf dem Tisch.
  • Auch Erbsen, Lauch, Möhren, Radieschen, spinat, Salate und Mangold können jetzt ins Freie gesät werden.
  • Sobald sich der Boden unter der Frühlingssonne ausreichend erwärmt hat, beginnt die Pflanzzeit für Gemüse. Brokkoli, Eissalat und Knollenfenchel können ins Gemüsebeet gesetzt werden.
  • An einem schönen, warmen Apriltag können Sie die überwinterten Dahlienknollen in einen nährstoffreichen Boden legen. Doch Vorsicht: Die jungen Triebe sind begehrtes Futter für Schnecken! Ein Vorziehen der Pflanzen in Eimern wird deshalb empfohlen.
  • Die Kübelpflanzen sollten spätestens jetzt einen Frühjahrsschnitt erhalten, soweit sie nicht schon im Herbst zurückgeschnitten worden sind. Trockene oder von Pilzen befallene Triebe werden herausgeschnitten.

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Mai

  • Jetzt unbedingt die Fütterung von Vögeln beenden, damit diese sich wieder an an die natürliche Futtersuche gewöhnen. Vogelnester vor Katzen schützen.
  • Jetzt können die Obstbäume durch Rindenpfropfen veredelt werden. Wichtig ist, dass die Edelreiser gesund, glatt und straff sind. Das Gewebe muss grün sein, die Knospen dürfen noch nicht angetrieben haben.
  • Leimringe, die im Herbst zur Bekämpfung des Frostspanners an den Stämmen der Obstbäume angebracht wurden, sind jetzt zu entfernen.
  • Baumscheiben unkrautfrei halten und durch hacken, ggfs. mit organischen Materialien wie Stroh, Rinde, Kompost abdecken.
  • Spritzungen mit Harnstoff + Bittersalz (80g + 40g/10 Ltr. Wasser) oder anderen wasserlöslichen Volldünger wirken sich stärkend und vitalisierend auf die Blätter und jungen Früchte aus.
  • Pflanzenbschutz: Schutznetze verringern den Befall durch Schädlinge, z.B. Kohl-Weißling, Möhrenfliege, Zwiebelflie-ge).
  • Pflanzung: Ab mitte Mai können die empfindlichen Sommerblumen für Kübel, Kästen und Beete ins Freiland gepflanzt werden. Dazu gehören: Leberbalsam, Fuchsschwanz, Hundszunge, Löwenmaul, Bärenohr, Spinnenpflanze, Schmuckkörbchen, Mittagsgold, Männertreu, Gauklerblume, Ziertabak, Petunie, Feuersalbei, Studentenblume, Verbenen, Zinnie.
  • Achtung: Die Stängel und Blätter von Tulpen und Narzissen müssen nach der Blüte so lange stehen bleiben, bis sie "eingezogen" haben, d.h. vergilbt sind. Nur so können die Pflanzen Nährstoffe in ihre Speicherorgane (Zwiebel) einlagern, um genügend Reserven für Austrieb und Blüte im nächsten Jahr zu haben. Eine Düngung mit Hornmehl kräftigt zudem auf natürliche Weise.
  • Der Mai ist eine günstige Zeit zum Pflanzen von Nadel- und immergrünen Laubgehölzen.
  • Diesen Monat können ausgesät werden: Chicoree, Löwenzahn, Radicchio, Möhren, Radieschen, Rettich, Petersilie, Buschbohnen, Stangenbohnen, Feuerbohnen, Kürbis, Gurke, Zuckermais, Markerbse, Zuckererbse, Spargelerbse.
  • Dürre Triebe und Zweige bei Kirschen, Mandeln und Aprikosen deuten auf einen Befall durch Blüten- und Zweigmonilia hin. Je früher und gründlicher diese Partien ausgeschnitten werden, desto geringer ist der Schaden, aber auch der Infektionsdruck im nächsten Jahr.
  • Apfel-, Birnen- und Quittenbäume regelmäßig auf Infektionen durch Feuerbrand kontrollieren. Plötzlich welk und braun werdende Blütenbüschel und Triebe sofort großzügig ausschneiden und verbrennen. Die Schere anschließend durch längeres Eintauchen in Spiritus desinfizieren.
  • Stachelbeeren: Mehltaubefall kontrollieren. Befallene Triebspitzen abschneiden und entfernen.

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Juni

  • Auch Anfang Juni kann noch Pflücksalat gesät werden. Die pflegeleichten Pflanzen lassen sich bis in den Spätsommer beernten, wenn nur die äußeren Blätter gepflückt, das Herz aber unversehrt bleibt. Pflücksalate gedeihen auch gut in Balkonkästen oder in Trögen auf der Terrasse.
  • Wenn sich bei den Tomatenpflanzen die untersten Blätter rollen, kann dies auf ein hohes Nährstoffangebot oder Stoffwechselstörungen hinweisen. Meistens wirkt sich das aber nicht auf den Ertrag aus. Die eingerollten Blätter bis zur Höhe des ersten Fruchtstandes entfernen und weiterhin auf eine gleichmäßige Wasserversorgung achten.
  • Um die Balkon- und Kübelpflanzen gegen Blattläuse, Weiße Fliegen, Thripse und Spinnmilben zu schützen, genügt in vielen Fällen das Aufhängen einer geleimten Gelbtafel. Die gelbe Farbe lockt die Insekten an, der Leim hält sie fest.
  • Baumscheiben unkrautfrei halten und durch hacken, ggfs. mit organischen Materialien wie Stroh, Rinde, Kompost abdecken.
  • Jetzt blüht der Holunder! Genießen Sie Holunderblüten als "Küchle" gebacken oder als entzündungshemmenden und schleimlösenden Tee bei Infektionen der Atemwege. Dazu Blüten mit kochendem Wasser übergießen und gut 5 Minuten ziehen lassen.
  • Erdbeerbeete jetzt mit Stroh abmulchen. Das schützt den Boden vor Verschlämmung und Austrocknung und die Früchte liegen trocken.
  • Auch bei Himbeeren und Brombeeren eine Mulchdecke anstreben, die für gleichmäßige Feuchtigkeit sorgt. Stroh, Rindenmulch, Rasenschnitt oder andere Mulchmaterialien sind dafür geeignet.
  • Das Triebwachstum der Obstbäume lässt sich durch Herausbrechen von Konkurrenztrieben und Wasserschossen beruhigen ("Juniriss"). Die dabei entstandenen Risswunden heilen viel besser als Schnittwunden. Das wissen die Wenigsten!
  • Der Juni ist auch eine günstige Zeit für Korrekturmaßnahmen an jungen Bäumen. Ungünstige und steilstehende Triebe im Kopfbereich können jetzt herunter gebunden werden. Junge, noch nicht verholzte wachsenden Trieben können an der Triebspitze mit Wäscheklammern o.ä. beschwert werden, um so besser in eine angestrebte waagrechte Position zu gelangen. Gleichzeitig wird durch diese Maßnahme auch das Wachstum gebremst. Stärkere Triebe können mit einer Schnur gebunden werden. Wichtig ist dabei zu beachten, dass die gebundenen Äste keinen "Buckel" machen und das die Triebspitze immer leicht nach oben zeigt.
  • Mit Monilia infizierte Blüten und Triebspitzen bei Aprikosen, Pfirsichen und insbesondere Sauerkirschen herausschneiden zur Reduktion des Infektionsdruckes.
  • Kirschfruchtfliegen machen oft einen großen Teil der Kirschernte zunichte, denn eine Made in der Kirsche ist nicht jedermanns Sache. Zum Zeitpunkt des Farbumschlages von Gelb nach Rot legt die Fliege ihre Eier ab. Das ist der rechte Zeitpunkt, mit Raupenleim bestrichene Gelbtafeln aufzuhängen. Die Tafeln gibt es fertig im Fahhandel.
  • Apfel-, Birnen- und Quittenbäume regelmäßig auf Infektionen durch Feuerbrand kontrollieren. Plötzlich welk und braun werdende Blütenbüschel und Triebe sofort großzügig ausschneiden und verbrennen. Die Schere anschließend durch längeres Eintauchen in Spiritus desinfizieren.
  • Dort wo keine Vögel mehr brüten, kann ab Ende des Monats die Hecke geschnitten werden. Das Laub von Hainbuche, Buche und Liguster kann gehäckselt oder kompostiert werden. Hainbuchenschnitt ist besonders wertvoll, denn durch das günstige C/N-Verhältnis (von Kohlenstoff zu Stickstoff in den Pflanzenteilen) und das Fehlen von Gerbsäure und Bitterstoffen bildet die Pflanze besonders wertvollen Kompost. Auch als Mulchmaterial ist Hainbuchenschnitt sehr geeignet!
  • Gehölzpflege: Achten Sie bei im vor längerer Zeit gepflanzten Gehölzen auf die Anbindestellen. Vergessene Stricke und Knoten würgen den Baum oft den Lebensnerv ab! Zu enge Stricke werden gelockert und wenn nötig neu gebunden.
  • Stachelbeeren: Mehltaubefall kontrollieren. Befallene Triebspitzen abschneiden und entfernen.

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Juli

  • Aussaat: Diesen Monat können noch folgende Gemüsearten im Freiland ausgesät werden: Zuckerhutsalat, Radicchio, Möhren, Rettich, Radieschen, Wurzelpetersilie, Rote Beete, Brokkoli, Grünkohl, Kohlrüben, Knollenfenchel, Chinakohl, Buschbohnen, Stangenbohnen. Bohnen sollten vor der Aussaat eine Stunde in lauwarmen Wasser vorquellen. Das beschleunigt das Auflaufen. Wenn in tiefe Rillen gesät wird, bleibt es am Grund der Rille auch im Sommer feuchter, so dass die Pflanzen besser auflaufen. Bohnen können auch in Trichter gelegt werden. Das erleichtert das Wässern. Einige Arten können schon in Schalen oder Topfplatten für das Herbstbeet vorkultiviert werden.
  • Pflege: Frisch gepflanzte Gemüsesetzlinge brauchen bei Trockenheit viel Wasser. Vergesslichkeit kann das schnelle Ende der Gemüseernte bedeuten.
  • Der Juli ist ein idealer Zeitpunkt, um zweijährige Sommerblumen wie Gänseblümchen, Stiefmütterchen und Vergissmeinnicht auszusäen. Wichtig ist, dass die Aussaatflächen bis zur Keimung beschattet und gleichmäßig feucht sind. Sämlinge pikieren und die Pflanzen im Spätsommer an ihren endgültigen Standort setzen.
  • Alle Beerensträucher, also auch Johannis- und Stachelbeeren, können nach der Ernte ausgelichtet werden. Vor allem sind die abgetragenen Ruten zu entfernen.
  • Nach der Ernte die Erdbeerpflanzen mit dem Rasenmäher oder der Heckenschere bodentief abmähen bzw. abschneiden, ohne die Herzblätter zu beschädigen. Dadurch treiben die Pflanzen schnell wieder gesundes Laub nach. Um Krankheitserreger auf dem abgemähten Laub zu vernichten, sollte es am besten zusammen mit dem unterlegten Stroh verbrannt werden.
  • Teppichstauden wie Polsterphlox und Schleifenblume lassen sich durch Stecklinge vermehren. Dazu die Pflanzen mit sandig-humosem Substrat anhäufeln, um den oberen Teil nach der Bildung von Wurzeln am gehäufelten Triebteil vorsichtig von der Mutterpflanze zu trennen.
  • Die Blütenfarbe von Hortensien hängt vom ph-Wert des Bodens ab. Blaue Blüten gibt es nur, wenn die Wurzeln in saurer Erde stehen ( ph 4 bis 4,5). Dazu kann dem Gießwasser Essigessenz oder Essig in entsprechender Konzentration zugesetzt werden und sich im Gartenfachhandel das Mittel "Wesilaun" besorgen, das die Pflanzen mit dem zur Blaufärbung nötigen Aluminium versorgt.
  • Wenn der Walnussbaum zu groß geworden ist, können jetzt ausladende Kronenteile oder störende Äste problemlos entfernt werden (bis September).
  • Stippeanfällige Sorten wie Jonagold, Braeburn, Cox Orange, Boskop usw. sollten zur Verbesserung der Haltbarkeit ab jetzt mit Calciumspritzungen behandelt werden. Diese Maßnahmen sind besonders in diesem Jahr wichtig, wenn nur ein geringer Behang mit Übergrößen vorhanden ist.
  • Alle heimischen Obstsorten lassen sich gut im Kühlschrank aufbewahren. Bei der Lagerung sollte man aber darauf achten, dass Früchte mit einer hohen Ethylenausscheidung (z.B. Äpfel) nicht mit anderen, ethylenempfindlichen Obst- oder Gemüsearten zusammengelagert werden. So wird z.B. Kohl schneller gelb und Kiwis werden weich, wenn sie zusammen mit Äpfeln aufbewahrt werden.
  • Auch im Juli können noch vielfältige Laubarbeiten durchgeführt werden, sowohl bei Jungbäumen als auch bei Ertragsbäumen. Bei Jungbäumen werden insbesondere Konkurrenztriebe in der Spitze und die nach innen wachsenden Triebe entfernt.
  • Holunder ist auch ein guter Grundstoff für die Likörherstellung. Setzen sie doch mal ein paar Dolden mit Zucker und Schnaps auf. Nach ein paar Wochen ist aus dem Duft der Holunderblüten der Geschmack des Likörs geworden!

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August

  • Ziersträucher wie Flieder, Holunder, Liguster, Fingerstrauch, Forsythie und Zierquitte lassen sich jetzt problemlos durch Kopfstecklinge (Triebspitzen-Stecklinge) vermehren. Tipp: Die Stecklinge bevorzugt bei aufsteigendem Mond schneiden.
  • Es wird Zeit, die Lagerräume herzurichten und gründlich zu säubern. Obst und Gemüse sollte möglichst nicht gemeinsam gelagert werden.
  • Wenn die Sonnenblumen verblüht sind, beginnen die Samen zu reifen. Um zu verhindern, dass sie von Vögeln verzehrt werden, schneidet man die Blumen ab und hängt sie verkehrt herum auf. So können die Samen luftig trocknen und nachreifen.
  • Erdbeeren jetzt ca. 5 cm über dem Boden abmähen, und zwar zum Schutz des neuen Aufwuchses vor Krankheiten und Schädlingen.
  • Neue Erdbeerpflanzen können jetzt gesetzt werden. Wichtig ist, dass die Pflanzen gesund und gut bewurzelt sind. Bestens geeignet sind Topfpflanzen. Die Pflanzabstände betragen 60-80 cm und in der Reihe 30-35 cm. Nach der Pflanzung auf jeden Fall gut wässern.
  • Im August können noch Salate für die Herbsternte gepflanzt werden: Kopfsalat, Eissalat, Endivien, Romanasalat und Radiccio sollten locker stehen, damit sie nach der Taubildung und Niederschlägen rasch abtrocknen können, sonst ist die Gefahr von Pilzinfektionen groß.
  • Im August kann auch bereits Feldsalat gesät werden, und zwar in Reihen oder breitwürfig (z.B. unter Tomaten). Die Samen müssen besonders flach gesät werden.
  • Buschbohnen, Fenchel, Kohl und Lauch jetzt anhäufeln.
  • Zwischen August und Oktober sollte nicht verpasst werden, Knoblauch zu pflanzen. Das Zwiebelgewächs sieht nicht nur apart aus, sondern schützt auch andere Pflanzen vor Pilz- und Insektenbefall. So z.B. Rosen vor Sternrußtau und Erdbeeren vor Grauschimmel. Auch dem Sommerphlox und Tomaten tut Knoblauch als Nachbar sehr gut.
  • Lavendel und Salbei nach der Blüte zurückschneiden.
  • Jetzt, wenige Wochen nach der Blüte, werden die Juniblüher umgepflanzt oder geteilt. Dazu gehören Margerite, Islandmohn, Brennende Liebe, Alpenaster, Hornkraut, Polsterphlox, Mädchenauge, Kokardenblume und andere kurzlebige Frühsommerblumen. Kräftig zurückgeschnitten, werden die Stauden in ein gut mit Kompost vorbereitetes Beet gepflanzt und gut gewässert.
  • Im August ist Höhepunkt der Brombeerernte. Die Früchte gut ausreifen lassen, so dass sie bereits weich sind und sich somit leicht vom Kelch lösen.
  • Mehrjährige Balkon- und Kübelpflanzen werden allmählich weniger gegossen und nicht mehr gedüngt.
  • Der Rasen dankt jetzt eine letzte ausgiebige Pflege: Entfilzen (Vertikutieren) und Belüften verbessern das Wachstum.
  • Ab Anfang August können bei den Obstbäumen alle steil oder nach innen wachsenden diesjährigen Triebe abgeschnitten werden. Doch Achtung! Im Sommer latet die Grundregel beim Schnitt: Entweder einen Trieb ganz entfernen oder gar nicht schneiden, aber auf keinen Fall Zapfen stehen lassen.
  • Jetzt auch daran denken, nützlichen Tieren wie Igeln einen geschützten Platz im Garten zu schaffen. Dazu eignet sich hervorragend die Anlage eines Altholzhaufens in einem abgelegenen Winkel. Äste und Zweige möglichst dicht schichten und den Haufen ruhig mit z.B. einer Brombeerhecke überwuchern lassen.

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September

  • Damit man sich bereits im Frühjahr an den ersten Blüten im Garten erfreuen kann, sollten jetzt Zwiebeln von Tulpen, Narzissen und anderen Frühjahrsblühern in den Boden gelegt werden. Eine Fausregel besagt: Die Zwiebeln doppelt so tief ablegen, wie sie hoch sind.
  • Jetzt ist auch Staudenpflanzsaison. Gepflanzt werden Madonnenlilien, Pfingstrosen, Kaiserkronen, Herbstzeitlose, Herbstkrokusse und Stauden, die im Frühsommer des kommenden Jahres blühen.
  • Aus optischen Gesichtspunkten können abgeblühte Stauden zurückgeschnitten werden. Das kann auch einen weiteren Vorteil haben, denn bei manchen Arten kommt es so zu einer Nachblüte im Herbst. Bedenken Sie aber auch, dass für die Tiere (besonders Insekten) ausreichend Stengel stehen bleiben sollten. Viele Insekten und Vögel ernähren sich außerdem von den Samen. Wenn sie selbst aussäen wollen, sollten die abgeblühten Stengel ohnehin bis zur Samenreife stehen bleiben.
  • Manche Dahlien stehen noch in voller Blüte. Wenn sie sich mit einem Strauß den Spätsommer in Haus holen möchten, sollten Sie folgende Regeln beachten: Der beste Schnittzeitpunkt sind die kühlen Morgen- und Abendstunden. Schneiden Sie nur voll entfaltete Blumen und entfernen Sie alle Nebenknospen - sie öffnen sich in der Vase sowieso nicht, verringern aber die Haltbarkeit der Blütenpracht.
  • Selbst vermehrte Oleanderpflanzen sind ein schönes Mitbringsel. Wenn sie Ihren Oleander ab sofort nicht mehr düngen, aber weiterhin regelmäßig gießen, können Sie von einjährigen, kräftigen Trieben Stecklinge schneiden. Sie bewurzeln sich innerhalb von 4 Wochen und können dann in einen hübschen Topf gepflanzt werden.
  • Damit die Schnecken nicht gleich im Frühjahr über die ersten Pflanzen im Garten herfallen, sollten sie mit der Bekämpfung so lange wie möglich fortfahren. Legen sie dazu Bretter zwischen den Beeten aus und sammeln Sie täglich die darunter befindlichen Schnecken und Eier ab.
  • Holunder wird geerntet, wenn alle Fruchtstände blauschwarz gefärbt sind. Verarbeiten Sie die Beeren sofort nach der Ernte, nachdem Sie sie mit einer Gabel von den Fruchtständen abgestreift haben. Vorsicht: Ungekochte Früchte enthalten das giftige Glykosid Sambunigrin, das sich beim Kochen völlig abbaut.
  • Wer keinen Holunder im Garten hat (die Sorte "Haschberg" ist besonders ergiebig!), sollte jetzt noch schnell in der Umgebung nach einem "Hollerbusch" suchen: Holundergelee ist eine Delikatesse und Holundersaft lindert im Winter so manchen Husten. Hier ist ein Rezept für Holundergelee: Man verwendet etwa 2/3 Holunder und 1/3 säuerlichen, in kleine Stücke geschnittenen Apfel. Statt Gelierzucker kann man auch Pektin verwenden. Auf 500 g Frucht und 500 g Zucker verwendet man 12-14 g Apfelpektin und je nach Frucht 3-9 g Apfelsäure. Vom Zucker muss man ca. 60 g abnehmen und mit dem Pektin und der Apfelsäure vermischen. Dieses Gemisch wird erst dann zugefügt, wenn die Hauptmenge mit dem Zucker zum Kochen gekommen ist. Nach ca. 2-3 Minuten kann man eine Gelierprobe machen.
  • Im September ist die beste Schnittzeit für stark blutende Bäume wie die Walnuß. Würde man sie im Frühjahr schneiden, wenn sie voll im Saftfluss steht, dann würde das zu einer Schwächung des Baumes aufgrund des starken Wasserverlustes führen. Darüber hinaus ist die Wundverheilung jetzt viel besser und auf ein Verstreichen kann gänzlich verzichtet werden.
  • Viele Apfel- und Birnensorten werden jetzt geerntet. Bei den Äpfeln z.B.: Cox Orange, Orangenrenette, James Grieve, Grafensteiner, Elstar. Bei Birnen: Conference, Gellerts Butterbirne, Vereinsdechant, Gute Luise, Köstliche von Charneau. Die Fruchtreife erkennt man, wenn sich die Früchte mehr oder weniger leicht vom Fruchtholz lösen lassen.

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Oktober

  • Im Oktober ist die beste Zeit, um Tulpenzwiebeln zu stecken. Die ideale Pflanztiefe liegt bei 8 cm. In wühlmausgefährdeten Gärten empfiehlt sich die Pflanzung in Schutzkörbe aus Draht.
  • Wenn sich das Laub der Gladiolen gelb verfärbt hat, können die Zwiebelknollen vorsichtig aus dem Boden genommen und 1 bis 2 Tage in die Herbstsonne oder unter ein schützendes Dach zum Nachreifen ausgelegt werden.
  • Empfindliche Kübelpflanzen sollten allmählich an einen frostsicheren Platz gestellt werden, Oleander verträgt dagegen leichte Minustemperaturen. Lassen Sie ihn ruhig etwas länger im Freien, dann schließen die Triebe besser ab, die Pflanze übersteht die Wintermonate besser.
  • Schneiden Sie die Stauden in der Blumenrabatte nicht zurück, sondern lassen Sie die abgestorbenen Pflanzenreste als Winterschutz und Unterschlupf für Insekten bis zum Frühjahr stehen.
  • Jetzt werden die Wurzeln von Heil- und Gewürzpflanzen geerntet. Die Wurzelstöcke von Baldrian, Beinwell, Engelwurz, Meerrettich, Liebstöckel und anderen Wurzelkräutern werden mit der Grabgabel ausgegraben und mit der Bürste gesäubert. In Stücke geschnitten werden die Wurze in einen Dörrapparat oder auf einer Zeitung im warmen Heizungskeller schonend getrocknet.
  • Die Tomatensaison geht zu Ende. Ernten Sie voll entwickelte, aber unreife Früchte ab und legen Sie am besten in eine Kunststoffkiste, die mit schwarzer Folie bedeckt wird. Eine Schale mit Wasser sorgt in der Kiste für die nötige hohe Luftfeuchtigkeit. Auf diese Weise färben sich grüne Tomaten bei Raumtemperaturen von 18 bis 20 Grad nach und nach rot.
  • Werden Kartoffeln nach der Ernte etwa eine Woche warm und dunkel aufbewahrt, heilen auch kleinere, durch die Ernte bedingte Verletzungen aus. Danach gehen die Knollen bei 5 Grad in Winterruhe. Um die 0 Grad und darunter gelagerte Kartoffeln werden süß, um sich durch die Umwandlung von Stärke in Zucker vor Frost zu schützen.
  • Eine Fausregel besagt, dass alte Rhabarberpflanzen nach 8 Jahren geteilt werden sollten. Jetzt ist eine gute Gelegenheit, die Wurzelstöcke auszugraben und nach der Teilung wieder auszupflanzen.
  • Je nach Sorte reifen Himbeeren ab August oder September bis Frostbeginn. Nach der Ernte könne sie den gesamten Bestand einfach ebenerdig abschneiden.
  • Viele Apfel- und Birnensorten werden jetzt geerntet. Bei den Äpfeln z.B.: Berlepsch, Boskoop, Jonathan. Bei Birnen: Gräfin von Paris, Gute Luise, Madame Verte und Nordhäuser Forellenbirne. Die Fruchtreife erkennt man, wenn sich die Früchte mehr oder weniger leicht vom Fruchtholz lösen lassen.
  • Wenn Ihr Walnussbaum zu hoch ist oder dürre Äste hat, sollten Sie ihn am besten unmittelbar nach der Ernte schneiden. Beschränken Sie sich auf das Herausnehmen einzelner Äste und lassen Sie bei größeren Ästen einen Stummel stehen. Andernfalls trocknet die Wunde zu weit ins verbleibende Holz ein, die Stelle wird morsch.
  • Gehölzpflege: Achten sie bei vor längerer Zeit gepflanzten Gehölzen auf die anbindestellen. Vergessene Stricke und Knoten würgen dem Baum oft den Lebensnerv ab! Zu enge Stricke werden gelockert und wenn nötig neu gebunden. Ideal ist Kokostrick oder spezielle Bindegurte.
  • Wenn sie im Garten Nistkästen für Vögel aufgehängt haben, ist jetzt ein günstiger Zeitpunkt, um sie zu reinigen. Gleich wieder aufgehängt, wird sie vielleicht manch ein gefiederter Gartenfreund als Winterbehausung nutzen.

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November

  • Häufeln sie die Rosen rechtzeitig an, um die Pflanzen vor Frost zu schützen.
  • Lagern Sie nur absolut gesundes Gemüse ein. Eingeschleppte Schädlinge und Schaderreger vernichten leicht den gesamten Bestand.
  • Kalken Sie zu Beginn der Frostperiode die Stämme Ihrer Obstbäume mit Hydratweißkalk oder gelöschtem Branntkalk. Diese Maßnahme schützt die Stämme vor Frostrissen, verbessert die Baumgesundheit und mindert Schädlingsbefall.
  • Wenn Ihre Äpfelbäume stark mit Schorf befallen waren, sollten Sie das Laub möglichst fein zerkleinern. Dadurch verrotten die Blätter schneller, die Infektionsgefahr für das Folgejahr sinkt.
  • Rezept für Äpfel: Über der Heizung aufgehängte Apfelringe trocknen schnell, verströmen ein angenehmes Aroma und befeuchten die Raumluft. Die gesunde Süßigkeit lässt sich aus in Scheiben geschnittenen Äpfeln aller Sorten leicht gewinnen. Welche Sorte am besten schmeckt, finden Sie am besten selber heraus.
  • Bei der Zubereitung von Endiviensalat sollten Sie die ganzen Blätter gründlich waschen, keinesfalls die in Streifen geschnittenen. An den Schnittstellen treten wertvolle Inhaltsstoffe aus und gehen mit dem Waschwasser verloren, so auch der gesundheitsfördernde Bitterstoff Intybin. Übrigens: Man kann Endivie auch gekocht in Suppen oder als Wintergemüse essen.
  • Denken sie daran: Immergrüne Pflanzen verdunsten auch in der kalten jahreszeit Wasser. Daher vor der Frostperiode und in milden Witterungsabschnitten die Pflanzen gründlich wässern.
  • Stellen Sie vor eintritt stärkerer Fröste das Außenwasser ab und entleeren Sie die Leitungen.
  • Herbstlaub ist kein Müll! Die Laubdecke schützt Boden und Pflanzen. Störendes Laub (etwa auf dem Rasen) kann kompostiert werden. Gute Humusbildner sind Hainbuchenblätter, nur langsam verrottet Eichenlaub bzw. Kiefern- und Fichtennadeln.
  • Pflanzung: Bis Ende des Monats werden die Blumenzwiebeln für das Frühjahr gepflanzt. Dazu gehören: Schneeglöckchen, Märzenbecher, Krokusse, Alpenveilchen, Tulpen, Narzissen, Blausternchen, Schneeglanz, Winterlinge, Hundszahn etc. Achten Sie darauf, dass Sie Blumenzwiebeln aus Kulturmaterial verwenden und keine Wildherkünfte kaufen. Übrigens: Früher gruben Gärtner Holunderblätter unterhalb der Zwiebeln im Boden ein. Der Geruch der Blätter soll Wühlmäuse fernhalten.

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Dezember

  • Im Dezember sind alle Arbeiten im Garten stark abhängig von der Witterung. Häufig hat es aber auch milde und trockene Phasen, in denen Pflanz- und Schnittarbeiten ausgeführt werden können. Diese Zeiten sollte man konsequent nutzen, insbesondere für Pflanzarbeiten. Denn jeder Tag, den man früher pflanzt, kommt der späteren guten Entwicklung der Pflanzen zu Gute.
  • Gemüse und Obst nach Sorten getrennt lagern, da die Haltbarkeit unterschiedlich groß ist.
  • Kontrollieren Sie nach dem Laubfall die Rosenpflanzen auf Wucherungen. Meist handelt es sich dabei um Gallen der Rosengallwespe, die im Frühjahr an den Trieben ihre Eier ablegt. Um einen Befall zu verhindern, sollten Sie die Gallen abschneiden und vernichten.
  • Beim Pflanzen im Dezember muß man darauf achten, alle Aktivitäten nur bei frostfreiem Wetter durchzuführen. Das gleiche gilt auch für den Schnitt. Desweiteren ist auf einen guten Bodenschluss zu achten, d.h. nach dem Pflanzen kräftig antreten, damit es nicht zu Frostschäden (Frosttrockenheit) an den Wurzeln kommt. Vor dem Pflanzen sollte man die Gehölze über Nacht ins Wasser stellen, damit sie ihre Reserven noch einmal auffüllen können.
  • Achten Sie beim Pflanzen von Bäumen und Sträuchern darauf, dass das Pflanzloch groß genug ist, sonst können sich die Wurzeln nicht ungestört ausbreiten. Etwas Hornmehl im Pflanzloch dient als Vorratsdüngung, ein Drahtkorb schützt vor Wühlmausfraß.
  • Winterschutz: Frostempfindliche Obstgehölze (Aprikosen, Pfirsiche, Kiwis, Wein) können jetzt mit Reisig oder Reetmanschetten vor Frost geschützt werden. Besonders gefährdet sind Jungpflanzen. Auf der Rinde von sonnenexponierten Bäumen treten an sonnigen Wintertagen extreme Temperaturschwankungen auf. Kalkanstriche können die Bäume vor Frostrissen schützen. Die weiße Farbe reflektiert und verhindert, dass sich die dunkle Rinde aufheizt.
  • Vorsicht: Nach dem kranken Schnitt eines Baumes oder Strauches müssen die Schnittwerkzeuge gründlich desinfiziert werden. Am besten eignet sich dazu 70%iger Alkohol oder Spiritus, möglich ist auch kurzzeitiges Erhitzen.
  • Nutzen Sie einen ruhigen Tag, um die Gartenwerkzeuge gründlich zu reinigen und eventuell einzufetten. Spritzgeräte müssen frostfrei aufbewahrt werden.

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