Johannes Schoch Wanderweg

 
  Zum 450. Geburtstag des großen Renaissance-Baumeisters  
  Johannes Schoch  
     
haben der Freundeskreis Königsbach-Steiner Geschichte und die Naturfreunde Königsbach einen Johannes-Schoch-Wanderweg gekennzeichnet.
1572 verließ Schoch die Stadt und baute für Erasmus von Venningen eine Mahlmühle mit Wohnhaus in Neidenstein, ebenso arbeitete er für das Kloster Maulbronn an einem Mühlenwerk.
1577 wurde Schoch Baumeister auf dem Zimmerhof, ab 1583 markgräflich-badischer Baumeister im Hof zu Durlach. In dieser Zeit wurde dort unter Schochs Leitung ein Ernestinum, eine Art Hochschule errichtet.
Der Markgraf Ernst Friedrich beauftragte Schoch 1588 mit der Erstellung der Baupläne eines Lustschlosses, das er an der Stelle des Klosters Gottesaue zu errichten gedachte.
In Straßburg sah man Schoch nicht so gerne im Dienste fremder Auftraggeber, dennoch behielt er dort weiterhin sein Bürgerrecht und trat 1585 die Stelle eines städtischen Lohnherrn (oberster Baumeister) an. 1582 -85 entstanden dort der Neue Bau, 1586 das neue Salzhaus und 1587-88 die große Metzig an der Rabenbrücke.
1590 entschloß sich Schoch, dieses Amt aufzugeben und die Stelle des Stadtbaumeisters zu übernehmen. Doch der bischöfliche Krieg (1592-1604) erschöpfte die Stadtkasse so sehr, dass man 1597 gezwungen war, Schoch zu entlassen.
Kurfürst Friedrich von der Pfalz verpflichtete ihn 1601 an den kurfürstlichen Hof nach Heidelberg. Dort errichtete er 1601-1607 den Friedrichsbau des Heidelberger Schlosses, später den englischen Bau, und er musste weite Reisen in die Oberpfalz, ins Elsaß und nach Lothringen in anstehenden Bausachen unternehmen. Bis 1619 blieb Schoch in diesem Amt. Gleichzeitig (1612-1615) stand Schoch im Dienste des Fürstbischofs Philipp Christoph von Sotern in Speyer, dem er die bischöfliche Pfalz errichtete.
1612 baute er den Delphinbrunnen in Ettlingen und 1618 für Hans Jakob Kast einen Wohnpalast, das alte Gernsbacher Rathaus.
1620 kehrte Schoch nach Straßburg zurück. Dort war die Stelle des Stadtbaumeisters wieder vakant geworden. Zusätzlich musste er jedoch das Lohnherrenamt ausüben – eine große Bürde für den damals 70jährigen. Durch die Wirren des 30jährigen Krieges wurde sein Amt erheblich erschwert. Er versuchte erfolglos, das Bauwesen nach seinen Heidelberger Erfahrungen zu reformieren und Dienstordungen für die Untergebenen zu erarbeiten.
1627 konnte Schoch seine Aufgaben nicht mehr erfüllen, der Rat der Stadt entzog ihm sein Gehalt und ließ ihm nur seine freie Wohnung.
1631 verstarb Johannes Schoch – 81jährig – in Straßburg.
 
  virtuelle Wanderung
Wanderkarte mit Fotos vom Wegverlauf und Ausblicke

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  Wanderkarte und bebilderte Wegbeschreibung
     
     

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  Ausdruck Wanderkarte mit Wegbeschreibung
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