Ortsteil Trais

Der Name des Weilers Trais ist keltischen Ursprungs - von DREAS = Wohnsitz. Vielleicht haben die keltischen Bewohner Pferdezucht betrieben. Eine Erinnerung daran könnte die alte Sitte des Traisreitens sein.
Traisreiten
Der heutige Ortsteil Trais war wahrscheinlich ursprünglich eine keltische Siedlung, in der Pferde gezüchtet wurden.
Marktbrunnen:
 Trais-Ritt 1777
  Gedenktafel im Marktbrunnen
In jenen alten Zeiten wurden Götterfiguren manchmal durch lebende Menschen dargestellt. So ist es vorstellbar, daß im Eponakult (Epona = keltisch-römische Pferdegöttin) eine Frau auf einem Pferd, mit den Symbolen der Fruchtbarkeit in der Hand, durch die Markung zog, um den Segen der Gottheit für Vieh und Acker zu erbitten.

Später, als man die Bedeutung dieser Handlung vergessen hatte, aber dieses alte Brauchtum immer noch pflegte, entwickelte sich das Traisreiten, welches später sogar zu einem sportlichen Wettrennen wurde.

Da es beim Festtag des Traisreitens zu Alkoholmißbrauch, Schlägereien und anderen Exzessen kam, wurde das Traisreiten im Jahre 1806 durch Großherzog Carl Friedrich abgestellt.

Am 14. Oktober 1962 wurde in Zusammenarbeit der Königsbacher Heimatfreunde mit dem Reit- und Fahrverein der in Vergessenheit geratene Brauch des Traisreitens wieder zum neuen Leben erweckt.

 
Straße nach Trais Landweg nach Trais
Blick auf Trais Felder westlich von Trais Felder im März
 
Trais im Juni
   
Eichhälderhof oberhalb von Trais